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Sollten Kinder schon von früh an über Rassismus aufgeklärt werden?

Rassismus, ein Stichwort bei dem viele schnell aufmerksam werden.

Er hat mit uns allen etwas zu tun, ob wir ihn selber erleben, selber ausüben – ob bewusst oder unbewusst, ist gleichgültig. Denn klar ist, Rassismus hat viele Gesichter und kann in den verschiedensten Situationen vorkommen, ob am Arbeitsplatzt, in der Schule oder sogar innerhalb des eigenen Kreises.

Wenn wir an Leute denken, die an der Bekämpfung dieses sozialen Problems beteiligt waren, fallen uns ein Haufen Menschen ein, beispielsweise Martin Luther King oder Rosa Parks, die vor allem in den 1960er in Amerika eine große Rolle gespielt haben. Aber sollten wir nicht alle aktiv unseren Teil zur Bekämpfung beitragen? Für viele ist eine teilweise einfache Lösung das Aufklären der neuen Generationen, um akzeptierende Menschen großzuziehen. Doch manch einer ist anderer Ansicht.

Wir befassen uns mal mit dem Rassismus gegenüber Schwarzen.

Viele sehen es als moralisch Falsch, ihren Kindern beizubringen, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert werden. Es folgt oft die Begründung, dass man so zum Problem beiträgt, da man den Kindern beibringt, es gäbe einen Unterscheid zwischen uns allen, dass wir nicht gleich wären.

Jedoch stimmt das nicht ganz und dieses Argument kann leicht entkräftet werden.

Kinder werden im Laufe der Jahre von selbst bemerken, dass beispielsweise ihre Freunde aufgrund ihrer Hautfarbe in verschiedenen Aspekten benachteiligt sind. Wenn sie nur mit der Sicht- und Denkweise aufwachsen, dass alle von Geburt an die gleichen Privilegien besitzen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie davon überzeugt bleiben, auch wenn sie schon älter sind. Im Übrigen ist es nicht schlimm Kindern beizubringen, dass es einen Unterschied zwischen uns gibt. Denn diese Unterschiede wie beispielsweise andere Sprachen, anderes Aussehen und andere Sitten sind ein Teil unserer Identitäten. Der Hauptfokus sollte da liegen, den neuen Generationen beizubringen, dass wir alle die gleichen Rechte haben sollten.

Aber wie soll man ein so komplexes Problem mit Jahrzehnten tiefen Wurzeln und einer langen Geschichte, einem beispielsweise 2.Klässler erklären? Das ist oftmals ein weiteres Problem, das Leute mit der vorherig genannten Ansicht teilen. Jedoch ist die Antwort gar nicht so kompliziert, wie das Problem formuliert wurde. Denn die lautet: Wir unterschätzen Kinder oft viel zu stark, Kinder sind nicht aufgrund ihres Alters nicht-verständnisfähig. Nebenbei muss man es ihnen ja nicht auf komplexer Ebene erklären, eine kurze und einfach gehaltene Erklärung genügt oftmals für den Anfang.

Aber was noch viel mehr bringt, als es den Kindern einfach einzutrichtern, ist den Akt selber durchzuführen und alle Menschen gut zu behandeln, denn Kinder sind, überspitzt gesagt, Nachmacher. Sie ahmen ihren Eltern und anderen Erwachsenen unglaublich gerne nach und handeln auch dementsprechend. Dies kann man in einem einfachen Satz zusammenfassen: Hass und Ignoranz sind nicht angeboren, sie werden einem beigebracht.

In der Sichtweise, die ich vertrete, sind die Kontra-Argumente nicht Aussagekräftig genug und können dementsprechend auch leicht entkräftet werden. Um liebevolle Generationen großzuziehen, ist es notwendig, Kinder schon ein wenig früher über Rassismus aufzuklären, denn sobald sich rassistische Ansichten in ihre Denkweisen integriert haben, wird es immer schwerer, diese wieder loszuwerden. Selbstverständlich haben Eltern das Recht pädagogisch zu entscheiden, wann ihre Kinder reif genug für so eine Aufklärung sind, da es kein festes Alter gibt, wo dies erfolgen muss.

Und schnell gesagt ist das Ziel einfach, wir wollen alle in einer harmonischen Gesellschafft leben, wo sich jeder akzeptiert fühlt.

von Ayah Irscheid

Foto: Pixabay

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