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Neue Hoffnung nach der Quarantäne

Ich denke jeder hat bereits eine Idee was er alles machen möchte, wenn diese Corona-Zeit endlich vorbei ist. Eine der grundsätzlichen Regeln des Lebens ist wohl, dass man vieles erst schätzt, wenn man es nicht mehr hat. Auf einmal merken wir, was es bedeutet, etwas nicht machen zu können. Der Unterschied zwischen sich freiwillig zu entscheiden, etwas nicht zu tun oder etwas nicht tun zu wollen ist riesig. Ich glaube, dieses Ausmaß wird uns erst jetzt bewusst.

Vielleicht ist das ja eine der wenigen positive Sachen, die wir aus dieser ganzen Zeit mitnehmen könne. Wir wissen, was wir vermissen. Ich glaube, dass es uns in unserem alltäglichen Leben nicht bewusst ist, was wir alles haben, was wir alles dürfen, wie frei wir eigentlich sind. Natürlich sind das alles kleine Probleme im Vergleich zu dem einen großen Problem das die ganze Welt betrifft und die vielen Menschen, die gerade betroffen sind. Trotzdem ist es wichtig, auch Dinge für sich selbst daraus ziehen zu können.

Was außerdem im Moment sehr auf die Probe gestellt wird, ist unsere Fähigkeit zu hoffen. Denn die ganzen Nachrichten die im Moment auf uns einprasseln und jeden Funken Hoffnung gekonnt erlöschen lassen, können sehr frustrierend wirken. Die Welt kennt kein anderes Thema mehr. Allerdings ist Hoffnung (egal wie kitschig das klingt) wohl auch das einzige was wir haben, da es in dieser Zeit leichter denn je wird sich in Negativität und seinen eigenen Gedanken zu verlieren.

Für die psychische Gesundheit ist diese Zeit also auch nicht förderlich. Kommunikation wird also, auch wenn man die Menschen, die einem wichtig sind nicht mehr so oft persönlich sieht, immer wichtiger. Das hier ist eine Zeit die vor allem das Zusammenleben auf die Probe stellt, den Zusammenhalt aber umso mehr stärken kann. Auch wenn es gruselig ist, dass diese Krankheit, die ganze Welt in Beschlag nimmt, heißt das auch, dass hier niemand allein ist. Die Gedanken, Ängste und Hoffnungen, die wir haben können also von so vielen Menschen, wie vielleicht noch nie nachvollzogen werden. Vielleicht sind wir so sehr wie noch eine Gemeinschaft. Zumindest lässt sich hoffen, dass die Gemeinschaft, die unsere Welt bildet, zumindest was den Zusammenhalt angeht stärker aus der Krise herauskommt.

Ich hoffe, wir vergessen nicht was wir jetzt vermissen, wenn wir es wiederhaben. Ich meine nicht die großen Sachen, wie Reisen oder Konzerte und Festivals (Auch wenn diese Dinge das Leben viel schöner machen) , sondern die Begegnungen mit unseren Mitmenschen, nicht immer isoliert und allein zu sein, die Freiheit dann alles machen zu können wann wir es wollen und nicht ständig auf Abstand achten zu müssen. Wir sollten uns alle gegenseitig ein bisschen mehr schätzen, nicht nur unsere Freunde und Familie, sondern alle die uns so fühlen lassen als währen wir Teil eines großen Ganzen.

 

 

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