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Wie läuft der Unterricht von zuhause?

Wir haben euch gefragt, wie ihr mit dem Unterricht von zuhause klarkommt. Im Folgenden seht ihr die Meinungen von einigen Schülerinnen und Schülern inklusive Tipps für ein besseres Homeschooling.

Seit eineinhalb Wochen arbeiten wir Schüler des Heisenberg – Gymnasiums von zuhause aus. Die Aufgaben bekommen wir über IServ zugeschickt, mittlerweile benutzen die meisten Lehrer jedoch das ‚Aufgaben’Portal. Dort kann man seine Ergebnisse hochladen und es gibt ein Abgabedatum.

Bisher war das jedoch ziemlich chaotisch. Man brauchte immer viel Zeit sich zu organisieren, schrieb uns eine Schülerin über Instagram. Das liegt daran, dass man an jedem Tag neue Aufgaben bekommen hat, für deren Bearbeitung manchmal nur wenige Tage blieben. Das soll für die nächsten Wochen geändert werden. In einer Mail des Schulleiters stand, dass ab jetzt alle Aufgaben am Montag gestellt werden.

Andererseits kann man sich beim Unterricht von zuhause seine Aufgaben selbst einteilen, was mehrere Schüler als positiv sehen. Wenn man eigentlich zwei Fremdsprachen an einem Tag gehabt hätte, kann man sich jetzt Zeit dazwischen lassen. Hat man grade keine Lust auf ein bestimmtes Fach, macht man es eben später. Man lernt dadurch, sich zu organisieren.

Trotzdem sitzt man manchmal noch am späten Abend an den Aufgaben, einfach aus dem Grund, dass man viel mehr Aufgaben bekommt, als man im Unterricht schaffen würde. Dieses Gefühl haben viele Schüler. Wenn du auch das Gefühl hast, spreche deinen Lehrer darauf an, denn auch für sie ist es das erste Mal, dass so über IServ gearbeitet wird. Mit der ‚Messenger’ Funktion ist es möglich, Lehrern direkt Fragen zu stellen. Es wäre daher praktisch, in jedem Fach eine Gruppe zu haben, in der die ganze Klasse Fragen stellen und Rückmeldungen geben kann. Natürlich gibt es auch immer noch die Möglichkeit, eine direkte Mail an die Lehrer zu schreiben.

Der größte Nachteil am Lernen von zuhause ist laut vielen Schülern aber, dass es einfach zu langweilig ist. Man sieht seine Freunde nicht, sondern bearbeitet die ganze Zeit stumpf seine Aufgaben, von denen die meisten darin bestehen, Texte zu bearbeiten. Aber es geht auch anders. Man kann zum Beispiel seine Freunde anrufen, und dann telefonisch zusammen die Aufgaben bearbeiten. So spricht man seine Freunde und macht gleichzeitig Schulaufgaben, die immer mehr Spaß machen, wenn man sich dabei mit jemandem unterhalten kann.

Manche Lehrer versuchen allerdings auch, ihren Unterricht etwas spannender zu gestalten. So gibt es zum Beispiel den Unterricht per Chat, bei dem Lehrer und Schüler eine feste Zeit ausmachen, zu der sie sich im ‚Messenger’Modul treffen. Da werden dann Unterrichtsfragen gestellt und von den Schülern beantwortet, und das in einer Chatform. So lernt man etwas, muss nicht so viel schreiben, da man schließlich nicht jede Frage beantworten muss, und seine Freunde sind auch mit dabei.

Schlussendlich haben wir jetzt die Chance, IServ ein bisschen besser kennenzulernen und in der Digitalisierung voranzukommen. Und trotz der neuen Methoden, die jetzt ausprobiert werden, freuen sich sicher alle Schüler ein bisschen, wenn die Schule wieder losgeht und man endlich wieder normalen Unterricht zusammen mit seinen Freunden machen kann.