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Der Heisenberg-Talk

Die vielen Plakate an unserer Schule haben den Heisenberg-Talk schon seit Wochen angekündigt. Am Mittwoch, den 4. September war es soweit: Der erste Talk fand in unserer Pausenhalle statt! Mit dabei waren Melanie Leonhard, die Hamburger Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Lars Haider, der Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, und Tarek Müller, Unternehmer, Mitgründer und Geschäftsführer von About You.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Schülerinnen und Schülern unserer Schule, die sich um die Technik, Moderation und musikalische Untermalung gekümmert haben und sogar ein Video gedreht haben, in dem sie unsere Gäste vorgestellt haben!

Alle drei Eingeladenen kommen aus Harburg. Lars Haider und Tarek Müller haben sogar das Heisenberg-Gymnasium besucht. Wie es für die drei nach der Schule weiterging, wer bzw. was ihnen auf ihrem Weg geholfen hat, und welche Erfahrungen sie gemacht haben, waren Thema des Abends.

Nachdem der offizielle Teil vorbei war, konnten wir uns noch persönlich mit Frau Leonhard, Herrn Haider und Herrn Müller unterhalten und ihnen unsere eigenen Fragen stellen. Hier könnt ihr die exklusiven Fragen des Heisenberg-Blatts an unsere Gäste sehen, als Erstes war Frau Leonhard dran:

Heisenberg-Blatt: Was vermissen Sie denn am meisten und was am wenigsten an ihrer Schulzeit?

Melanie Leonhard: Also, ich vermisse tatsächlich am meisten das Zusammensein mit meinen Freundinnen und Freunden in der Schule. Wir haben wirklich wahnsinnig viel außerhalb des Unterrichts gemacht, nichts Nützliches, aber es war sehr spaßig. Und das vermisse ich. Die vielen Abende, wo man einfach am Wochenende zusammengehockt hat, gar nichts gemacht hat, außer Musik hören, quatschen, Mist erzählen, das vermisse ich. Und was ich gar nicht vermisse… ist tatsächlich Matheunterricht, gar nicht. Habe ich auch nie wieder gebraucht, ehrlich gesagt.

Heisenberg-Blatt: Und haben sie irgendein besonderes Erlebnis an die Schulzeit?

Melanie Leonhard: Ja, habe ich. Wir haben mal tatsächlich als Klasse eine Klassenreise nach Lüneburg gemacht. Wir dachten, es würde super ätzend werden, weil Lüneburg, wer will da schon hin, das ist ja direkt um die Ecke, aber es war die coolste Klassenfahrt aller Zeiten. Das war kurz vor dem Abitur, und wir haben es da so richtig krachen lassen, und das war das Tollste. Und wir alle dachten, es wäre furchtbar, aber es war genau das Gegenteil.

Heisenberg-Blatt: Vielen Dank für das Interview.

Melanie Leonhard: Sehr gerne.

 

Im Anschluss konnten wir Herrn Haider interviewen:

Heisenberg-Blatt: Was waren ihre besten und ihre schlechtesten Erinnerungen an die Schule?

Lars Haider: Die schlechteste Erinnerung war, glaube ich, mal eine Klassenreise nach Frankreich, wo es eine böse Gruppe von Schülern gab, die andere Schüler, heute würde man sagen gemobbt hat, aber richtig fies gemobbt hat, das war so eine Klassenreise, wo ich dachte: Boah, ich möchte irgendwie möglichst schnell wieder nach Hause. Und die schönsten Erinnerungen haben echt viel zu tun mit Basketball. Ich habe früher viel Basketball gespielt und wir hatten eine Gruppe von Schülern, die Basketball gespielt haben, und wir haben mehrere Titel Hamburger Meisterschaften für die Schule gewonnen, was dazu führte, dass immer, wenn so ein wichtiges Spiel stattfand, man sagen konnte: „Ja, also zur letzten Stunde Englisch können wir nicht kommen.“ Und das war diese Basketballzeit, das Basketballspielen, ich weiß gar nicht, wie viel Tage ich in dieser Turnhalle verbracht habe. Das waren die schönsten Erlebnisse.

Heisenberg-Blatt: Und gibt es irgendetwas Lustiges, an das sie sich gerne zurückerinnern?

Lars Haider: So bitter es klingt, es ist halt jetzt 30 Jahre her, und die Erinnerungen verblassen. Aber eine Sache war lustig, es war der Tag, an dem die Abiturzensuren bekannt gegeben wurden. Die Zensuren wurden um neun Uhr bekannt gegeben, und um zehn Uhr klingelte bei uns zuhause das Telefon, und meine Mutter ging ran, hörte sich das an, legte auf, und sagte dann: „Weißt du eigentlich, dass seit neun Uhr die Abiturzensuren da bekannt gegeben werden? Die Schule hat angerufen: Es wäre schön, wenn du auch kommst. Alle anderen haben ihre Zeugnisse, nur du nicht.“ Da habe ich schlicht die Vergabe der Abiturzensuren verschlafen, und bin dann reumütig hierhergekommen, und hab mir dann das Abiturzeugnis irgendwo im Lehrerzimmer oder im Büro abgeholt.

Heisenberg-Blatt: Dankeschön für das Interview.

Lars Haider: Sehr gerne.

 

Zum Schluss konnten wir mit Herrn Müller reden:

Heisenberg-Blatt: Welche positiven, und welche negativen Erinnerungen haben Sie an die Schule?

Tarik Müller: Also meine positive Erinnerung ist, dass ich jeden Tag meine Freunde sehen konnte, wir halt echt Spaß hatten. Es war eine richtig gute Zeit. Und meine negativen Erinnerungen waren, wenn die Noten wieder schlecht waren und ich nach Hause musste und meinen Eltern erklären musste, dass ich eine Fünf geschrieben hab.

Heisenberg-Blatt: Gibt es irgendeine lustige Erinnerung an die Schule, an die sie sich gerne zurückdenken?

Tarik Müller: Nichts, was ich erzählen kann (lacht dabei). Also ich weiß nicht ob es lustig ist, aber auf jeden Fall hat mir ein Lehrer erzählt, dass das mit dem Internet keine Zukunft hat.

Heisenberg-Blatt: Letzte Frage: Was würden sie denn an Schulen verändern oder allgemein am Schulsystem, um die Digitalisierung mehr zu befördern?

Tarik Müller: Ich glaube, das was ich auf der Bühne auch schon gesagt habe, dass einerseits Informatik irgendwo ein Pflichtfach sein sollte, auch wenn das viele langweilig finden würden, mich eingeschlossen. Ich glaube, das ist einfach wichtig. Und so wie es Lars und die Senatorin (Melanie Leonhard) und ich es alle sagten, Englisch kann irgendwie nervig sein, aber es ist einfach extrem wichtig, wie Informatik. Um Grundkenntnisse da drin zu haben, und ich glaube, man sollte mehr lernen, wie man mit dem Internet umgeht.

Heisenberg-Blatt: Das war’s. Dankeschön!

Tarik Müller: Und das ist die Heisenberg Schülerzeitung oder was?

Heisenberg-Blatt: Ja.

Tarik Müller: Ah cool, sehr gerne, viel Erfolg damit.

 

Sowohl dem Publikum, als auch dem Heisenberg-Blatt gefiel der Abend, an dem man viel lachen und viel Spannendes erfahren konnte. Wir hoffen, dass es weitere Heisenberg-Talk dieser Art geben wird. Zum Schluss: Vielen Dank an unsere Gäste und an alle, die diesen Abend so besonders gemacht haben!

 

von Dominik und Katerina