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Mein erster Girls‘ Day

Heute, am 28.03.2019, ist ein ganz besonderer Tag für mich, und zwar mein erster Girls´ Day.

Es ist früh am Morgen und ich bin gerade auf dem Weg zum Tesa Werk Hamburg GmbH. Das TWH ist eine große Firmenkette, die Weltweit verbreitet ist. Sie stellt hauptsächlich Klebstoffe her. Die Tesa befindet sich auf einem großen Gelände, was früher alles Beirsdorf gehört hat. Jetzt allerdings sind dort auch andere große und bekannte Firmen wie Kühne+Nagel. Es arbeiten insgesamt ca. 600 Arbeiter/innen in verschiedenen Abteilungen.

Wir fahren in eine Straße, wo sich sehr viele andere Unternehmen befinden. Wir treffen dort auf meinen Onkel, der Arbeiter des TWHs ist und gehen in einen Eingangsbereich, wo schon einige Kinder stehen. Ich bekomme von einer netten Frau passende Arbeitsschuhe in die Hand gedrückt und verabschiede mich anschließend von meinen Eltern. Wir gehen auf direktem Wege zum Versammlungssaal, während mein Onkel mir von seiner Arbeit in der Tesa erzählt.

Wir gehen in einen schmalen und kahlen Flur, wo am Ende ein großer Raum zu sehen ist. Dort sehe ich einige schüchterne und ruhige Kinder. Im Raum herrscht Totenstille. Auf einmal spricht mich ein Dame von der Seite an und sagt, „Ich glaub, dass du die Merve bist, stimmt´s? Ich antworte ihr mit einem leisem „Ja“. Sie gibt mir ein Namensschild und will, dass ich mir eine von 4 Farben aussuche. Ich muss nicht lange überlegen und nehme die Farbe rot, weil mir das direkt ins Auge springt. Anschließend verabschiede ich mich auch von meinem Onkel und setze mich auf einen freien Stuhl. Wir warten noch auf ein paar Kinder und gehen dann los. Das letzte Kind kommt in den Raum und suchte sich eine Farbe aus, das Mädchen nimmt die gleiche Farbe wie ich. Ich frage mich, wofür wir wohl diese Farben aussuchen sollten. Vorne stehen nun sechs Personen, die eine kurze Rede halten. Dann sollen wir aufstehen und uns nach Farben sortieren. Die Dame, die mich auch empfangen hat kommt zu uns und stellt sich vor. Sie sagt, dass sie uns heute den ganzen Tag bis 13:30 Uhr begleiten wird.

Zuerst gehen wir in eine große Lagerhalle, wo ca. 1000 Europaletten stehen, die alle mit Wahren beladen sind und ungefähr jeweils 1000 kg wiegen. Ich bestaune die Halle von allen Seiten, doch ich habe dabei vergessen auf die Gabelstapler zu achten. Aber das auch nur für einen kleinen Moment. In der Lagerhalle fahren nämlich 30 Gabelstapler, die die Ware von hier nach da transportieren. Nun gehen wir in einen anderen Bereich wo viele verschiedene Maschinen stehen. Unter anderem auch drei Roboter, die Stangenware verpackt. Ich finde es richtig faszinierend und beobachte es genau, wie diese Roboter arbeiteten. Was war das denn gerade?! Ich dachte, dass der Roboter mich getroffen hat, denn er hat eine sehr scharfe Drehung gemacht, die mich zurückschrecken lassen hat.

Anschließend gehen wir weiter und gehen zur Programmierwerkstatt. Wir gehen in einen Pausenraum wo sehr viele Mitarbeiter/innen stehen und begrüßen uns alle mit eine freundlichem „Moin“. Wir gehen weiter und treffen auf einen Mann der uns in einen sehr kleinen Raum führt. Dort haben auch schon sechs Arbeiter auf uns gewartet. Ein alter Mann setzt sich zu mich und gibt mir eine kleine Schachtel worauf „Kinderalarmanlage“ steht. Der Mann vorne erklärt uns, was das sein soll. „Es ist sehr toll, wenn Kinder und Jugendliche sich dafür interessieren etwas selber zu programmieren, denn danach sieht man die Freude in ihren Gesichtern und sie können dann wirklich stolz auf sich sein.“ Irgendwie komme ich mit dieser Alarmanlage nicht zurecht, deswegen bitte ich den Mann neben mir um Hilfe.

Nach ca. 10 Minuten ist die Zeit vorbei und wir gehen in einen anderen Abteilungsbereich, wo das Klebeband eingepackt wird. Es wir uns alle sehr ausführlich erzählt und langsam kommen wir auch schon ans Ende. Wir besichtigen noch drei weitere Hallen und gehen dann in die riesige Cafeteria.

Wir sind die erste Gruppe die dort angekommen ist. Der Koch begrüßt uns ganz herzlich und zeigt uns was es heute zu Essen gibt. Ich nimm mir einen kleinen Salatteller, da ich nicht so hungrig bin. Ansonsten gibt es Spagetti Bolognese. Es treffen auch schon langsam die anderen Gruppen an und die Arbeiter/innen. Wir haben 40 Minuten Zeit zum essen meinte Ruth, unsere Gruppenleiterin. Wir essen unser Essen auf und gehen dann in den Versammlungsraum wo wir uns auch am Anfang versammelt haben.

Dort steht schon eine Box voller Süßigkeiten, die sie für uns vorbereitet haben. „Greift zu Kids,ihr habt es euch verdient“, meine Ruth zu uns. Ich gehe zu Box und nehme mir eine Hanuta aus der Kiste. Andere nehmen sich gleich 5-6 Stück von denen. Wir setzen uns auf unsere Plätze und warten auf die restlichen drei Gruppen. Sie sind auf direktem Wege hierhin gekommen und nehmen sich auch etwas von den Süßigkeiten.

Die vier Gruppenleiter fragen uns ein paar Fragen zum Tesa Werk Hamburg und testen unser Wissen. Ich bin an der Reihe und ich habe die Frage richtig beantwortet. Sie bedanken sich für den tollen Tag mit uns . Ruth übergibt mir eine Beautybox von Nivea als Belohnung für heute. Die anderen bekommen auch eine. Ich sehe meinen Onkel an der Tür stehen und gehe mit ihm zum Eingangstor.

Ich sehe schon von weitem meine Mama dort stehen und winke ihr zu. Wir gehen in den Eingangsbereich und geben dort meine Arbeitsschuhe ab. Ich fahre mit meiner Mutter nach Hause und lege mich K.O. auf das Sofa.

Es war ein sehr tolles Erlebnis.

Von Merve

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