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Ein Tag an der TUHH

Ich sitze in einem Hörsaal. Immer mehr Menschen gehen die Treppe hinunter. 80 Schüler und Schülerinnen reden aufgeregt miteinander. Durch das Mikrofon ertönte ein lautes: „Hallo“, und die Menge ist still. Jeder lauscht der Begrüßung und dem anschließenden Film.

Andreas Timm-Giel, der Vize-Präsident der TUHH, erklärt uns eine Menge über die Technische Universität. Unter anderem über die Kompetenzfelder. Sie lauten:

  • Green Technologies
  • Aviation and Maritime Systems
  • Life Science Technologies

Außerdem erzählt er etwas über die Veränderung der Technologie. Er sagt: „Früher konnte ich mir mein Handy noch im Keller zusammenbauen. Mittlerweile braucht man ein Team mit Menschen auf der ganzen Welt verteilt.“

Nach weiteren kurzen Vorstellungen werde ich einer Kleingruppe zugewiesen. Aufgeregt und mit voller Vorfreude gehe ich die Treppe des zweitgrößten Hörsaales der TUHH hoch. Dort wartet schon der Student, der uns herumführen wird. Meine Gruppe und ich folgen ihm, bis wir endlich vor dem School Lab stehen, unsere erste von zwei Stationen. Wir sind zu früh, deshalb müssen wir kurz warten.

Kurze Zeit später geht es endlich los! Die Studenten teilen unsere Gruppe ein weiteres Mal. Die eine Hälfte geht mit dem einen Studenten zum Flugsimulator. Dort darf auch ich einmal mit dem Flugzeug auf den Bildschirmen über Hamburg fliegen. Im anderen Teil des School Labs lernen wir etwas über den Aufbau und den Lärmschutz von Flugzeugen. In einer Ecke ist sogar ein Teil einer Flugzeugwand aufgebaut. Der Student baut sie für uns auseinander, damit wir sehen, was hinter dieser weißen Wand steckt, die wir sehen, wenn wir im Flugzeug sitzen. Ins School Lab können Schulklassen jeden Alters kommen. Ich bin nur im Luftfahrt-Bereich, aber es gibt auch den Bereich Schifffahrt.

Nach dieser interessanten Führung im School Lab gehen wir zur zweiten Station, Thema Robotik. Angekommen setzen wir uns alle zu zweit an einen Laptop. Uns wird kurz erklärt was wir machen müssen und dann geht es schon ins Praktische über. Das erste Ziel ist es, den kleinen Legoroboter zum Fahren zu bringen. Danach folgen die Ziele: Wie lasse ich den Roboter gegen eine Wand fahren?  Wie wieder zurück? Und wie lasse ich ihn eine Drehung machen? Mit großer Begeisterung basteln wir zwei am Laptop herum und freuen uns jedes Mal aufs Neue über den Erfolg. Doch auch hier endet es nun und es geht wieder zurück in den Hörsaal.

Im Hörsaal trudeln langsam alle Gruppen wieder ein. Nun kommt eine Frau vor das Rednerpult. Es ist Jaqueline Maas vom Institut für Verkehrsplanung und Logistik. Sie erzählt uns eine Menge über autonome Busse: „Autonome Busse sollen vor allem in ländlichen Gebieten eingesetzt werden“ sagt sie. In Lauenburg an der Elbe ist ein Testzentrum für solche Busse errichtet worden. In vielen ländlichen Gebieten lohnt es sich nicht, einen Bus regelmäßig hin und her fahren zu lassen, weil die Busfahrer zu teurer sind, um den Bus mit wenigen Gästen fahren zu lassen. Doch zuerst müssen viele Sachen geprüft werden, z. B. ob die autonomen Busse von den Menschen akzeptiert werden und ob sie mit ihnen fahren würden. Außerdem muss man testen, ob der Bus die Strecke schafft. Dies tut man in drei Testphasen:

  1. In anspruchsvollem Gebiet wird getestet, ob der Bus die Strecke schaffen kann.
  2. Der Bus fährt alleine die Strecke mit einer Person, die im Notfall lenken kann.
  3. Ein Test ohne Person, komplett allein.

Außerdem muss man dem Bus vieles beibringen, wie z. B. Schilder zu erkennen und dies auch bei Schnee und Nebel. Zum Thema Sicherheit: „Der Bus wird nicht schneller als 18 km/h fahren und sofort anhalten, wenn etwas im Weg ist“, sagt Jaqueline Maas, „doch die Technik hat auch ihre Tücken. Der autonome Bus würde auch anhalten, wenn eine Plastiktüte im Weg ist.“ Alle im Raum hören ihr gespannt zu, bis sie schließlich das Wort an die Organisatorin des Girls Day weitergibt.

Nun wird uns noch kurz etwas über die verschiedenen Aktionen erzählt, die man an der TUHH machen kann und dann ist der Tag beendet. Ich hole mir meine Teilnahmebestätigung ab und fahre glücklich nach Hause. Ich fand den Tag an der TUHH toll. Es hat mir super viel Spaß gemacht, ich habe neue Leute kennen gelernt und ich habe viele interessante Dinge erfahren. Aber ob ich an dieser Uni mal studieren werde, das weiß ich noch nicht.

Von Melina, 7c

 

 

Bildquelle: https://www.berlin.de/sen/frauen/bildung/girls-day/