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Klischees in der Schule

Wir alle kennen sie. Aus Büchern, High-School-Filmen und auch aus dem echten Leben. Die typischen Klischees. Wir neigen dazu, Menschen, die wir nicht so gut kennen, genau in eben solche Kategorien einzuordnen. Ganze Gruppen in Schubladen zu stecken, einfach weil sie vielleicht eine Gemeinsamkeit haben, oder weil es eine Person aus dieser Gruppe gibt, die ein bestimmtes Klischee erfüllt: jemand, der gut in der Schule ist, einen Sportler oder eine Sportlerin, eine besonders hübsche Person.

Dieses Schubladendenken ist vollkommen normal und jeder macht es automatisch. Doch das Problem besteht darin, auf diese Denkweise zu vertrauen und seine Meinung über eine Person auf diesen Vorurteilen aufzubauen. Denn Menschen sind selten so, wie sie auf den ersten Blick vielleicht zu sein scheinen. Dieses Denken bekommen auch viele Schüler jeden Tag zu spüren, denn auch in der Schule bildet man sich viel zu schnell eine Meinung über seine Mitschüler.

Sehr oft werden zum Beispiel Schüler als Streber abgestempelt. Diese Schüler müssen nur gute Noten schreiben oder gut vorbereitet zu einer Klassenarbeit erscheinen und schon sind sie Streber. Das kann ja mal ganz lustig sein, allerdings sind sie selten Streber für einen Tag. Dieser Ruf kann sich sehr auf das Sozialleben von Schülern auswirken, denn auf einmal existiert man nur noch in der Schule. Auch wenn „Streber“ eigentlich ein Leben außerhalb des Unterrichts haben, nicht immer gute Noten schreiben und auch Gesprächsthemen außerhalb vom Lernen haben. Und es ist nicht leicht, so einen Ruf wieder abzulegen.

Und auch allgemein schränken diese Vorurteile ein. So bilden auch manche Lehrer Meinungen aufgrund der ersten geschriebenen Arbeit, und Schüler werden dann im Mündlichen einfach nach dieser Leistung bewertet.

Letztendlich sollten wir uns alle mal mehr Gedanken machen, wie wir andere abstempeln und wie wir über sie reden. Denn egal, wie viel man zu wissen glaubt, am Ende weiß man nichts. Es kann sein, dass man andere Personen mit seinen Urteilen verletzt. Man kann eine Person kennenlernen und sich dann eine Meinung bilden, aber selbst dann sollte man noch vorsichtig mit Verurteilungen sein, denn niemand von uns kann Gedanken lesen, wir sehen immer nur die Spitze des Eisbergs.

 

von Maya und Josefine