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Artikel 13

Artikel 13. Was ist das überhaupt?

Artikel 13 und Artikel 11 sind Datenschutzrichtlinien, die weltweit umstritten sind.

Bei „Artikel 13“ denken viele wahrscheinlich an den Untergang des Internets und des Social Media, dies liegt daran, dass bis jetzt immer die Firmen wie YouTube oder Google dafür gehaftet haben, wenn Copyrights oder Datenschutzregeln gebrochen wurden. Dies will zum Beispiel YouTube mit einem Upload-Filter ändern. Ein Upload-Filter wäre ein Computer, der jedes Video, das man auf YouTube hochladen will, nach Copyright- oder Datenschutzbrüchen durchsucht. Die Musik von einem Sänger läuft im Hintergrund während du einen Vlog aufnimmst? Der Upload-Filter merkt es und löscht es sofort. Eine Katze miaut bei einem süßen Katzenvideo eine Melodie von einem bekannten Lied? Der Upload-Filter sieht es als einen Copyright-Verstoß und löscht es.

Jedoch sind Kritiker des Artikel 13 der Meinung, dass ein Upload-Filter, der sowas schafft, zu teuer und außerdem unmöglich ist. Im Juli 2015 wurde der durchschnittliche Upload von Videomaterial bei YouTube pro Minute gemessen und das Ergebnis besagt, dass im Juli 400 Stunden pro Minute hochgeladen wurden!

Bekannte YouTuber, viele Jugendliche und ich auch kritisieren den Artikel 13 und nicht nur diese wollen ein Zeichen gegen die Politiker setzen. Am 23.3.2019 gab es in ganz Deutschland Demonstrationen gegen den Artikel 13. Allein in Berlin gingen um die 30.000 Jugendliche auf die Straße, um gegen das neue Gesetz zu demonstrieren.

Artikel13

Bild von einer der Demonstrationen

Übrigens, wusstet ihr, dass es den Artikel 13 in Spanien schon lange gibt? Eigentlich was Gutes, da wir nun die Auswirkungen davon wissen. Google News ist in Spanien deswegen komplett pleite gegangen. Und Kritiker haben Angst, dass uns das auch erwartet.

YouTube verdient sein Geld durch Werbung, aber ohne die Videos von YouTubern, die noch zusätzlich durch Mitglieder Geld einbringen können, könnte YouTube auch pleite gehen. Leute, die für Artikel 13 sind, nennen immer das Argument, dass YouTube bereits einen Upload-Filter besitzt. Das stimmt auch, aber der jetzige Upload-Filter von YouTube hat zwei Probleme: 1. Es kostete mehrere Millionen Euro, so einen Upload Filter zu entwerfen und in die Tat umzusetzen und 2. Der jetzige Upload-Filter ist fehlerhaft. Immer wieder kommen Videos durch, die wegen des Upload-Filters nicht hochgeladen werden dürften.

Leider wurde abgestimmt. Artikel 13 hat grünes Licht von der CDU und CSU bekommen und hat damit die Zukunft mehrerer Social-Media-Plattformen wie Instagram, YouTube, Google, Musikplattformen und mehr in der Hand.

von Nico

Bildquelle : https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/03/eu-urheberrechtsreform-berlin-demonstration-artikel-13.html