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Macht uns die Schule kaputt?

Über Schulstress und Notendruck

In der Schule stehen wir andauernd unter Beobachtung- werden bewertet, doch machen wir uns vielleicht durch dieses System kaputt oder ist es eine gute Vorbereitung auf das spätere Leben in einer Leistungsgesellschaft?

In unserem Bildungssystem geht es viel um Noten, eine Bewertung unserer Leistung. Doch ist diese Methode überhaupt noch aktuell? Seit der Grundschule werden wir benotet, und je älter wir werden, desto wichtiger lassen Lehrer die Noten erscheinen. Immer öfter kriegen wir Vorträge darüber wie wichtig es doch sei eine gute Leistung zu bringen, obwohl Leistungen noch lange nicht alles sind, was einen Menschen ausmachen sollte. Doch trotzdem lassen sich viele Schüler durch diese einfachen Zahlen so sehr stressen.
Aber warum ist uns das so wichtig? Was bringen uns gute Noten eigentlich? Treiben sie nicht eher eine Kluft zwischen uns Schüler, sodass wir nur auf Grund von Noten und Vorurteilen deswegen urteilen? Ja, manchmal ist das so. Oft fühlen wir uns schlecht, weil alle anderen besser zu sein scheinen als wir selbst. Und wenn wir gut sind, dann machen wir uns selbst Druck, den anderen unsere Leistung beweisen zu müssen.

Dabei findet viel davon in unseren Köpfen statt, niemand ist weniger Wert weil er eine schlechtere Note bekommen hat. Am Ende des Tages sind es nur Zahlen auf einem Blatt Papier.

Noch dazu haben wir durch Noten oft das Gefühl ungerecht behandelt zu werden, denn Lehrer sind nur Menschen. Sie machen Fehler und sind nicht in der Lage komplett objektiv zu bewerten. Aber wir wollen ja auch keine Roboter vor der Tafel stehen haben. Denn Menschlichkeit und Empathie sind wichtig, auch wenn wir unsere Lehrer manchmal verfluchen.

Was soll man auch sonst als Alternative nehmen? Irgendwie muss man einem Schüler eine Rückmeldung geben, damit er sich verbessern kann. Ein Beispiel sind schriftliche Rückmeldungen: auch wenn sich Lehrer die Mühe machen würden, sie für jeden Schüler einzeln zu verfassen, wären Schüler vermutlich trotzdem nicht zufrieden. So oder so das Konkurrenzdenken bleibt und ein bisschen Ansporn brauchen wir ja schon. Was denkt ihr und kennt ihr vielleicht irgendwelche Alternativen?

Ist diese Denkweise vielleicht auch genau das was wir brauchen um für das spätere Leben gewappnet zu sein? Vielleicht lautet die Antwort darauf sogar: ja. Denn in unserer Gesellschaft werden wir ständig nach unserer Leistung beurteilt. Und deswegen sollte nicht der Fehler bei der Schule gesucht werden, sondern wir als Gesellschaft, sollten das System in dem wir leben überdenken und uns auch mal selbst kritisch beurteilen.

Trotzdem sollten wir alle daran denken, das Schule und Noten nicht alles sind und wir am Endes des Tages manchmal auch andere Prioritäten setzten sollten.

von Maya und Josefine