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Digitalisierung – Fortschritt oder Rückschlag?

„Am Heisenberg wird Digitalisierung großgeschrieben“. So oder ähnlich scheint das Motto des Heisenberg-Gymnasiums zu lauten. Alle Räume haben Smartboards, statt dem Klassenbuch gibt es jetzt eine App, für jeden Schüler ein IServ Account und freies WLAN für alle ist auch neu. Aber was von dieser Digitalisierung ist wirklich ein Fortschritt?

Divis ist der Name der App, die das Klassenbuch demnächst gänzlich ergänzen soll. Ins Klassenbuch wurden Fehlzeiten, Hausaufgaben und alles weitere getragen, und theoretisch soll das Klassenbuch auch jetzt noch als Reserve – beziehungsweise Kontrollbuch – genutzt werden, falls Divis nicht funktioniert. Aber das geschieht eigentlich auch nicht. Die Lehrer nutzen nun Divis, aber was ist das genau? Die App gewährt den Klassenlehrern Zugriff auf die Schülerakte, jedoch können nur die wichtigsten Daten von den Lehrern gesehen werden, brisante oder zu private Informationen (sollte es sie denn zu einzelnen Schülern geben) können nicht Digital gesehen werden. Alle Lehrer können Fehlzeiten eintragen, jedoch kann nur der Klassenlehrer diese entschuldigen. Die Fehlzeiten und Noten können von dort aus einfacher ins Zeugnis eingetragen werden. Für die Lehrer klingt das wahrscheinlich nicht schlecht, allerdings möchte man als Schüler wahrscheinlich nicht so genau kontrolliert werden.

Außerdem gibt es jetzt für alle Schüler freies WLAN. Was vielleicht erstmal gut klingt, aber bringt das WLAN wirklich so viele Vorteile? Oder lenkt es die Schüler nur noch mehr vom Unterricht ab?

In den Pausen am Handy sein, Snapchat, Instagram und WhatsApp nutzen etc. Ist sicher kein Problem. Aber könnte es nicht auch sein, dass während der nächsten langweiligen Unterrichtsstunde das Handy doch interessanter wird? Auch bevor es WLAN an unserer Schule gab haben das viele Schüler gemacht, aber mit freiem WLAN ist es halt einfach noch verlockender.

Natürlich bringt das WLAN aber auch viele Vorteile. So müssen wir für Recherchen im Unterricht nun nicht mehr unser ganzes Datenvolumen verbrauchen oder in den Computerraum gehen, sondern können bequem vom Platz aus recherchieren. Mit IServ würde es jetzt endlich auch eine Möglichkeit geben mit allen Schülern und Lehrern zu kommunizieren, vor allem da WhatsApp jetzt keine Möglichkeit mehr ist. Dazu müssten aber auch alle IServ regelmäßig benutzen. Was noch nicht allen klar zu sein scheint.

Wie sich das Ganze an unserer Schule weiterentwickelt und sich die Digitalisierung auf den Unterricht auswirkt, wird sich zeigen. Das Arbeiten mit modernen Medien ist aber in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und so macht es Sinn, dass sich auch die Schule anpasst. Für uns Schüler ist es sicherlich auch schöner, einen guten Mix zwischen klassischem und selbständigem, modernen Unterricht zu erleben.

von Maya und Josefine

 

Bildquelle: https://pixabay.com/de/computer-laptop-technologie-b%C3%BCro-3368242/