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Was sind Prefects?

»Uäh, klebt das!«»Was schubst du?« Erinnert ihr euch? Die vielen bunten Plakate, die überall auf dem Schulhof verteilt waren? Die gehörten zu uns: den Prefects.

Aber was sind Prefects überhaupt?

Viele von euch werden sich gerade diese Frage stellen. Durch die Plakate wurde man schließlich nicht wirklich schlau.

Um ehrlich zu sein, konnte ich diese Frage selbst nicht beantworten, als ich mich, mit meinem Koffer in der Hand, und den anderen zukünftigen Prefects am Bahnhof traf.

Am 16.08.18 sollte unsere dreitägige Reise beginnen. Von den Jahrgangsstufen 9 bis 11 waren insgesamt 18 Schüler zusammengekommen, um daran teilzunehmen.

Ich war mir nicht ganz sicher, ob die anderen vielleicht wussten, was die Aufgaben eines Prefects waren, aber voller Vorfreude und Spannung stiegen wir in die Bahn.

Unsere Unterkunft war »de ole school hof«, ein Landschulheim mit vielen Tieren, abgelegen von anderen Dörfern in der Lüneburger Heide. Wenn man sich umguckte, sah man vielleicht vereinzelt mal eine Hütte, aber sonst gab es nur Wald und Felder um uns herum. Soweit das Auge reichte. Viel Ablenkung gab es da jedenfalls nicht.

Gleich am Donnerstagnachmittag fing das Programm an.

Die vier Lehrer, die die Ausbildung leiteten, Frau Trepoll, Frau Stolzenbach, Frau Hugo und Herr Lange, stellten uns die zwei Hauptaufgaben der Prefects vor: einerseits alltägliche Aufgaben, wie Streitschlichtung und Begleitung auf Ausflügen, und andererseits Projektplanung. Vor allem auf die zweite Aufgabe freuten sich viele. Ich glaube, niemand von uns hatte vorher je schon mal ein großes Event geplant.

Wir fingen am Freitag allerdings mit der Streitschlichtung an. Wir lernten ihre 4 Phasen kennen und verkörperten eine nach der anderen durch Rollenspiele. Ich kann euch sagen, nach spätestens 3 Rollenspielen hatte ich die Nase voll davon.

Zum Glück gab es zwischendurch immer wieder kleine Pausen und Kennenlernspiele.

Am Samstag begann, nach der anstrengenden und ausführlichen Einheit Streitschlichtung, endlich der »spaßige« Teil der Ausbildung: die Projektplanung.

Die Lehrer stellten uns ein riesiges Projekt vor, an dem wir die nächsten zwei Tage intensiv arbeiten sollten. Wir sollten einen Halloween-Tag auf die Beine stellen. Die Aufgaben, die erledigt werden mussten, teilten wir in 6 große Bereiche, unter anderem die Partyplanund während und nach der Mittagspause und die Pausenaktivitäten. Jeweils drei Schüler setzten sich zusammen und brachten verschiedene Ideen für ihren Aufgabenbereich aufs Papier. Wir stellten den anderen Gruppen unsere Ergebnisse vor.

Darauf folgte der wahrscheinlich anstrengendste Teil der Ausbildung.

Wir gingen jede einzelne Aufgabe durch, ordneten sie je einem Schüler zu und machten uns Gedanken, wie wir an die Aufgabe herangehen sollten. Manchmal fiel uns auf, dass eine Aktivität fehlte oder es Dopplungen gab. Am Ende hatten wir über 40 Aufgaben, die abgearbeitet werden mussten. Kennt ihr den Moment, wenn ihr einfach aufgeben wollt, weil ihr denkt, das wird eh nichts? An dieser Stelle hatte ich so einen Moment.

Aber nachdem wir das endlich geschafft hatten, verbrachten wir einen netten Abend mit Werwolf und Therapie im Gemeinschaftsraum.

Am nächsten Morgen wachte ich etwas früher auf als am Samstag, um meine Sachen zu packen. Schließlich fuhren wir am Nachmittag wieder nach Hause. Doch bevor das geschehen konnte, mussten wir für unser Projekt noch weiter an den Aktivitäten arbeiten.

Die Zeit, die wir dafür hatten, verging superschnell und ehe ich mich versah, war die Ausbildungsfahrt auch schon vorbei. Nach so kurzer Zeit sind wir zu einem eingespielten Team geworden, obwohl wir einander meist nicht im Geringsten kannten, bevor es losging. Wir hatten alle so viel neues gelernt und trotzdem so viel Spaß zusammen gehabt.

Der Halloween-Tag am 30.10.18 war ein voller Erfolg für die Prefects und wir hoffen, ihr hattet genauso viel Spaß wie wir.

Nochmal: Was sind Prefects überhaupt?

Würde mich das jetzt jemand fragen, wüsste ich die Antwort. Wir sind eine Gruppe von Schülern, die durch kleine und große Taten versuchen, die Schule zu verbessern.

Freut euch auf die nächsten Projekte der Prefects.

Von Antonia