USA 2018

Reiseblog Sommer 2018: USA

Lange musste ich, Klara, mich auf den Sommer und die anstehende Reise gedulden. Vom 07. Juli bis zum 02. August 2018 fahre ich mit meiner Familie, bestehend aus meinen beiden Eltern und meiner großen Schwester, in die USA. Zu erst geht es nach New York, dann weiter nach San Francisco und mit dem Auto durch Nord-Kalifornien bis nach Idaho.

In diesem Reiseblog werde ich jeden Tag wiedergeben, was wir so gemacht haben. Natürlich werde ich auch einige Bilder posten! Ich wünsche euch beim Lesen ganz viel Spaß!

Vor der Reise:

Freitag, 06.07.2018

Morgen geht es los! Ich bin total aufgeregt und bin schon ordentlich am Packen, womit ich mir mal wieder bis auf den letzten Drücker Zeit lasse… Heute muss ich allen, Freunden und Familie, auf Wiedersehen sagen, aber die Vorfreude ist auf jeden Fall größer! Morgen müssen wir um 12:00 Uhr am Flughafen sein. Mal sehen wie der Flug verläuft. Bis morgen! 😉

Die Reise

Samstag, 07.07.2018 – Gestrandet

Heute war es endlich soweit: Um 12:00 Uhr mussten wir am Flughafen sein. Ich stand also um 8:30 Uhr auf, duschte, packte die letzten Sachen und räumte auf, bis es dann endlich los ging. Mit der S-Bahn fuhren wir bis zum Hamburg Airport. Der Check In dauerte sehr lange. Alle nahmen sich am Schalter viel Zeit und die Schlange wurde immer länger. Als wir schließlich unser Gepäck aufgegeben hatten machten wir uns direkt auf den Weg durch die Sicherheitskontrollen und einige Duty-free Shops zum Gate. Dort gab es eine weitere Passkontrolle bis wir uns endlich setzten konnten. Einige Zeit verging und noch schien alles normal, bis eine Durchsage kam: Auf Grund einer technischen Störung durften wir noch nicht in das Flugzeug hinein. Innerhalb einer Stunde wüssten sie wohl, was für ein Problem vorliegen würde.

Von da an begann das Bangen, schließlich wollten wir in London umsteigen. Ob wir den Anschluss noch bekommen würden? Meine Eltern redeten einige Zeit mit den Verantwortlichen und eine lange Zeit später standen wir in der Schlange um ins Flugzeug zu gelangen. 1,5 Stunden Verspätung hatten wir. Und auch nachdem alle im Flugzeug saßen verzögerte sich das ganze noch weiter. Unsere Hoffnung wurde immer kleiner. Wir begannen Pläne zu schmieden, wie wir nach New York kommen könnten wenn wir zu spät sind – ob mit oder ohne Koffer – und wir unterhielten uns mit den Passagieren neben uns, die ebenfalls alle zu spät für ihren Anschlussflug waren.

Als wir endlich landeten hatten wir zwischen 1,5 und 2 Stunden Verspätung. Um 16:10 Uhr verließen wir das Flugzeug. Wir rannten los – unser Flug sollte um 16:30 Uhr abfliegen – und kamen nur wenig später an der Passkontrolle an. Doch die Mühe war umsonst gewesen. Das Gate hatte bereits um 16:00 Uhr geschlossen. Uns wurde also ein Hotel gesucht, in welchem wir übernachten sollten. Unsere Koffer blieben am Flughafen und stattdessen bekamen wir ein „Survival-Pack“ mit einem frischen T-Shirt, einer Zahnbürste und Seife.

Jetzt sitze ich hier in meinem Zimmer und schreibe für den Blog. Das Internet hat sehr lange gebraucht, daher geht dieser Beitrag erst so spät online. Morgen fliegen wir (endlich) nach New York. Da wir um 7:00 Uhr fliegen muss ich sehr früh aufstehen. Man fliegt von hier aus 8 Stunden, da wir aber 5 oder 6 Stunden Zeitverschiebung haben, ist es in New York gerade mal 10:00 Uhr morgens wenn wir ankommen. Ich werde also das Gefühl haben, dass der Tag schon vorbei ist obwohl er gerade mal angefangen hat.

Aus dem heutigen Tag lerne ich, dass wir für den Rest der Reise auf alles eingestellt sein sollten. Ich hoffe wir sind morgen erfolgreicher als heute. Alles Gute und gute Nacht.

Eure Klara

Sonntag, 08.07.2018 – „Do you have a baggage problem?“

Heute morgen sollte ich also um 04:00 Uhr aufstehen. Leider klingelte mein Wecker nicht, ich verschlief also und erst um 05:05 Uhr weckte meine Schwester mich. Ich hatte 5 Minuten Zeit meinen Rucksack zu packen, mich anzuziehen und mich frisch zu machen. Um 05:20 Uhr waren wir dann endlich in der Hotellobby, bekamen unser Frühstück und stiegen wenig später in den Bus der uns zum richtigen Terminal brachte. Der Check In dauerte diesmal weitaus kürzer und wir hatten noch etwas Zeit um unser (nicht so leckeres) Frühstück zu essen, bevor wir uns auf den Weg zu den Kontrollen begaben. Auch hier gab es keine großen Probleme und bald standen wir am Gate in der Schlange die uns ins Flugzeug leitete.

Beim Check In wurde uns gesagt, dass wir uns bevor wir ins Flugzeug steigen, uns auf jeden Fall vergewissern sollten, dass unsere Koffer auch mitgekommen sind. Kurz bevor wir durch den Gang in die Maschine gingen fragte meine Mutter also nochmal nach. Ja, sagte die Dame. Das sei da. Wir gingen also beruhigt hinein, setzten uns auf unsere Plätze und warteten darauf, dass wir endlich nach New York kamen.

Der Flug selbst verlief einwandfrei. Es war sehr ruhig und die Crew war sehr nett, sodass wir entspannt in Newarc aussteigen konnten. Entgegen der meisten Geschichten von anderen Gästen, die komplett durch gecheckt wurden vor der Einreise in die USA gab es für uns nur eine kurze Passkontrolle bei der sie gleich unsere Fingerabdrücke nahmen. Dennoch dauerte diese sehr lang, da wir sehr lange anstehen mussten. Mit plattgestandenen Füßen liefen wir also einige Zeit später zur Gepäckausgabe um unsere Sachen endlich in Empfang zu nehmen. Doch: wir waren eine der letzten aus unserem Flugzeug und auf dem Band waren nur noch Koffer aus anderen Flugzeugen. Also gingen wir auf die Suche. Schnell hatten wir den Rucksack meiner Schwester, den wir in Hamburg als Sperrgepäck aufgeben mussten, gefunden, doch die anderen beiden Koffer blieben verschwunden.

Da wir erfolglos blieben wendete wir uns schließlich an das Personal. Das schickte uns weiter zu einem anderen Personal, das wieder zu anderen und so ging es weiter, bis wir endlich bei einer älteren Dame anstanden, die sich um „baggage problems“ kümmerte. Wir erzählten ihr unsere Geschichte, gaben eine Beschreibung auf und beantworteten alle ihr Fragen. Als wir endlich fertig waren bestellten wir uns mit gedrückter Laune ein Taxi um zu unserem Ferienhaus in Brooklyn zu kommen. Doch als wir endlich die Skyline entdeckten besserte sich sowohl die Laune als auch der Tag. Wir fuhren über mehrere Brücken mit deinem perfekten Blick auf Manhattan und Brooklyn.

Endlich in der Ferienwohnung angelangt begrüßte man uns sehr freundlich. Die Wohnung ist klein, aber sehr niedlich und bequem. Wir machten uns frisch und zogen wenig später los um New York zu entdecken. Mit der Subway fuhren wir Richtung Empire State Building und von da aus liefen wir zu einem Pier von welchem wir eine Tour rund um Manhattan machen wollten – und zwar auf dem Wasser.

Es war wunderschön und das Kofferproblem hatten wir bereits längst vergessen. Also an alle, die auch Vorhaben nach New York zu fahren: diese Bootstour ist ein Must See!

Als wir wieder an Land waren machten wir uns auf den Weg zur 42. Straße und liefen sie hinunter in Richtung 5th Avenue und dem Times Square. Ich stand das erste Mal in meinem Leben in einer solchen Häuserschlucht und es war wirklich atemberaubend! Die Hochhäuser sahen aus als würden sie in die Unendlichkeit reichen und die Stimmung war total gut. Es war einfach verrückt!

Gegen 19:00 Uhr wurden wir total müde und fuhren zurück nach Brooklyn. Da wir alle sehr hungrig waren setzten wir uns schließlich in ein kleines Straßenrestaurant und bestellten einen Burger (es war seeeehr lecker). Um 21:00 Uhr waren wir wieder im Ferienhaus und fielen sofort todmüde ins Bett.

Morgen wollen wir wieder nach New York fahren, mal sehen was wir da machen.

Gute Nacht allerseits!

Eure Klara

Montag, 09.07.2018 – Alt und Neu

Wie gerne würde ich erzählen, dass die Airline heute morgen angerufen hat und uns gesagt hat, dass unsere Koffer auf dem Weg zu uns sind, aber leider: Fehlanzeige. Sie haben sie noch immer nicht gefunden und langsam überlegen wir uns schon wie wir am besten unsere Klamotten nach kaufen, denn immerhin müsste das alles die Airline bezahlen. Wir können darüber lachen, aber nervig ist es dennoch.

Wegen des Jetlags war ich bereits um 03:00 Uhr wieder wach und konnte auch nicht wieder einschlafen. Erst um 07:00 Uhr stand auch der Rest meiner Familie auf und bald darauf frühstückten wir Bagels und Müselix (die Marke des Müslis heißt tatsächlich so…). Gegen 09:00 Uhr fuhren wir los in die Stadt und zunächst zum Empire State Building. Wir haben ein sogenanntes „Cityticket“, mit welchem wir nach oben auf die Aussichtsplattform durften. Das Wetter war klar und perfekt um über die ganze Stadt zu gucken.

Als wir wieder nach unten kamen ging es direkt weiter. Wir gingen die 5th Avenue hinauf zur Public Library, eine riesige Bibliothek im Herzen von Manhattan. Wir hatten im Internet erfahren, dass hier der originale Winnie Puuh ausgestellt sein sollte und da wir große Fans des Buches sind war das ein „Must See“ für uns alle vier.

Aber nicht nur der süße Tieger und das kleine Ferkel waren ein Highlight in dem großen Gebäude. Auch die riesige Lesehalle war sehr beeindruckend. Definitiv sehenswert!

Danach machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Rockefeller Center um Eintrittskarten für die Aussichtsplattform am 01.08. und anschließend kauften wir uns ein paar Sandwiches für ein Picknick im Central Park. Der Park ist wirklich sehr nett gestaltet. Es gibt viele Hügel, Wege und Rasenflächen zum ausruhen und essen.

Als wir ausgeruht waren machten wir uns weiter auf den Weg zum Metropolitan Museum. Das Metropolitan ist ein riesiges Museum, ich glaube sogar das größte Museum der Welt, mit vielen verschiedenen Ausstellungen und unzähligen Ausstellungsstücken. Sie sind nach Kultur und Zeit geordnet, sodass man schnell die Epoche, die einen am meisten interessiert, findet. Außerdem gab es gerade eine Ausstellung zum Thema „Katholische Mode“. Dafür hatten sie eine große Zahl an Ensemblen und Kleidern von vielen, verschiedenen Modedesignern ausgestellt, die alle einen Bezug zur katholischen Kirche hatten.

Nach dem Museum ging es wieder direkt weiter, diesmal mit dem Ziel ein Restaurant zu finden. Dazu fuhren wir mit der Subway nach Little Italy, in die Nähe von Chinatown. Little Italy war für mich einer der schönsten Orte an denen wir bis jetzt waren. Die Stimmung war sehr gut, die Straßen waren geschmückt mit und überall waren gefüllte Restaurants. Schnell fanden wir ein nettes kleines Restaurant mit sehr freundlicher Bedienung und sehr leckerer Lasagne.

Als wir fertig mit Essen waren beschlossen wir nach Hause zu gehen. Es war schon etwa 19:00 Uhr und wir waren müde vom vielen Gehen und der Wärme, also liefen wir von Little Italy, durch Chinatown zur Subway und fuhren zurück nach Brooklyn.

Ich hoffe morgen haben wir mehr Glück mit den Koffern, ich will mir nicht alles neu kaufen, was ich da drin habe… Ich wünsche euch eine Gute Nacht und freue mich schon auf morgen.

Eure Klara

Dienstag, 10.07.2018 – Gefunden!

Heute morgen gab es endlich gute Nachrichten: Sie haben unser Gepäck gefunden! Mein Vater musste ein sehr langes Telefonat mit der Hotline der Airline führen, die wollte, dass wir die beiden verlorengegangenen Koffer am Flughafen abholen sollten, was wir selbstverständlich nicht vorhatten. Er handelte also aus, dass die Koffer nach San Francisco gebracht wurden, wo wir morgen hin fliegen wollten. Außerdem bekommen wir 200€ für die Klamotten, die wir ersetzen mussten, allerdings noch nicht ersetzt hatten, also: shoppen gehen stand ganz oben auf To-do Liste.

Nach dem Frühstück fuhren wir mit der Subway zum American Museum of Natural History, einem sehr großen Naturkundemuseum, das aus dem Film „Nachts im Museum“ bekannt ist. Das Museum war sehr schön gestaltet. Ein Großteil der Dinosaurierskelette war echt und auch ausgestopfte Tiere ab es viele. Die Ausstellungsräume waren nach Kontinent geordnet, wodurch man einen guten Einblick in die Tierwelt der einzelnen Regionen bekam.

Nach dem Natural History Museum fuhren wir mit der Bahn in Richtung der Piers auf der Westseite von Manhattan. Wir wollten das Spaceshuttle auf einem alten Militärflugzeugträger besichtigen, doch zuvor aßen wir noch etwas bei Burger King. Gut gestärkt kamen wir an dem Pier mit dem riesigen, tarnfarbenen Schiff an. Oben auf dem „Flight Deck“ waren viele verschiedene Flugzeuge ausgestellt und in einem Pavillon war das riesige Spaceshuttle aufgebaut.

Als wir fertig auf dem Schiff waren fuhren wir mit dem Bus einmal quer durch die Stadt nach Brooklyn Downtown um die bereits erwähnte Shoppingtour zu machen. Danach kauften wir Picknick ein und fuhren in einen kleinen Park ans Wasser. Von dort aus hatten wir den perfekten Blick über Manhattan und als dann die Sonne unter gegangen war fing die ganze Stadt an zu leuchten. Wir machten viele Fotos und genossen den Abend.

Endlich Zuhause bin ich direkt ins Bett gefallen. Mir tut alles weh, daher wünsche ich euch eine gute Nacht. Morgen geht es von New York nach Detroit und dann direkt weiter nach San Francisco. Vielleicht sehen wir dann auch endlich unsere Koffer wieder!

Eure Klara

Mittwoch, 11.07.2018 – Airlines, Reisriegel und andere Dinge denen man nicht vertrauen sollte

Heute ging es wieder zum Flughafen. Gegen 09:00 Uhr gingen wir aus dem Haus und fuhren zum „La Guardia“. Wir checkten ein, gaben den Rucksack meiner Schwester als (einziges) Gepäck auf und gingen durch die Kontrollen zum Gate. Der Flug dauert gerade mal etwas über eine Stunde und bald landeten wir in Detroit.

Der Flughafen in Detroit war sehr modern. Die Gates waren teilweise so weit auseinander, dass man mit einer Bahn dazwischen hin und her fahren konnte. Während wir auf unseren nächsten Flug warteten aßen wir Blueberry Scones und Schokocroissants.

Der nächste Flug dauerte sehr viel länger, fünf Stunden um genau zu sein. Die Besatzung war sehr nett und es gab sehr viel Essen. Des Weiteren hatten wir sogar WLAN!

Bald waren auch diese fünf Stunden um und wir landeten sicher und „on time“ in San Francisco. Jetzt fehlte nur noch eins: unsere Koffer! Wir fuhren also mit der Terminal Bahn zum Terminal der Fluggesellschaft „United Airlines“ und gingen zum Schalter. Dort trafen wir auf eine sehr nette Dame, die uns die schlechte Nachricht verkündete: die Airline hat es nicht geschafft die beiden Koffer von New York nach San Francisco zu transportieren. Langsam frage ich mich, was die Angestellten dort am Flughafen den ganzen Tag machen, dass sie nicht mal zwei Koffer in ein Flugzeug nach San Francisco packen können.

Also telefonierte mein Vater mal wieder mit der Hotline von „United“. Die nächste Vereinbarung: bis morgen nach Sacramento in das Hostel wo wir übernachten werden. Wenn Sie das nicht schaffen, wovon wir ausgehen, sollen Sie es nach Homedale zu dem ehemaligen Gastvater meines Vaters bringen.

Niedergeschlagen fuhren wir mit der Terminal Bahn zum Schalter für die Mietwagen um unser Auto abzuholen. Der freundliche Herr dort handelte uns sogar eine Klasse höher, sodass wir jetzt einen richtigen SUV fahren. Dort haben wir endlich genug Platz für unser ganzen Gepäck (*hust, hust*).

Vom Flughafen fuhren wir zu unserem Hostel ganz in der Nähe der Golden Gate Bridge. Auf dem Weg fuhren wir sogar darüber und da es sehr neblig war sah es ein bisschen gruselig aus, aber auch sehr eindrucksvoll.

Jetzt sind wir im Hostel. Die Häuser die dazu gehören sind sehr schön, auch wenn sie schon etwas älter sind. Wir vier schlafen alle in einem Zimmer, mal sehen ob wir das überhaupt aushalten. 😉

Morgen fahren wir weiter nach Sacramento. Ich freue mich schon auf die Autofahrt! Bis dahin: Gute Nacht!

Eure Klara

Donnerstag, 12.07.2018 – Nebelschwaden

Jetlag – ein Gefühl mit dem wir mittlerweile sehr vertraut sind. Da wir ja im selben Zimmer übernachtet haben standen wir auch alle gleichzeitig auf. Und zwar um 07:00 Uhr Ortszeit, das ist 10:00 Uhr in New York und 16:00 Uhr in Deutschland. Da wir davon ausgingen, dass es erst etwa eine halbe Stunde später Frühstück geben würde, entschlossen wir uns einen Spaziergang zum Ausguck ganz in der Nähe des Hostels zu machen. Von da aus sollte man eine wunderschöne Aussicht auf die Golden Gate Brigde haben. Ein Trampelpfad führte uns an zwei Rehen vorbei und hinauf auf einen kleinen Hügel. Oben angekommen drehten wir uns mehrmals um die eigene Achse auf der Suche nach der roten Brücke. Leider war es heute morgen sehr neblig gewesen, weshalb sie verschwunden blieb.

Etwas enttäuscht gingen wir wieder den Pfad hinunter zum Hostel. Meinem Vater fiel auf dem Weg ein, dass es dort im Hostel ja gar kein Frühstück gab, also improvisierten wir kurzer Hand und meine Muter zauberte sehr leckere Pancakes auf den Tisch. Nach dem dritten Nachschlag packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren endlich los.

Wir waren kaum ein paar Minuten gefahren, da hielten wir auch schon wieder an, und zwar an einer Stelle, von der aus man wieder die Golden Gate Bridge sehen sollte. Bitte schaut euch das folgende Foto ganz genau an:

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Ihr seht nur Wolken? Richtig! Denn auch hier war leider nichts zu sehen. Jetzt habe ich mal eingezeichnet wo sie hätte sein soll:

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Wir stiegen also wieder ein und fuhren weiter. Zum Glück fuhren wir noch über die Brücke hinüber, sonst hätte ich mich sehr geärgert.

Ab da an passierte lange Zeit nichts. Wir fuhren in Richtung Sacramento um von da aus weiter ins Sierra Nevada zu gelangen. Wir hielten allerdings während der Fahrt einmal an der Pazifikküste um unsere Füße ins Wasser zu halten und an der sogenannten „Sankt Andreas Spalte“. Beim letzteren gab es einen so genannten „Earthquake Trail“, auf welchem man mehr über die plattentektonischen Bewegungen in dem Gebiet erfahren konnte. Es gab sogar einen Zaun, der durch die Bewegungen der Erdplatten auseinander gezogen wurde, sodass der untere Teil am Hang sehr viel weiter rechts stand als der weiter oben.

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Wir fuhren weiter und gegen Nachmittag waren wir in Sacramento beim Hostel. Das erste was wir taten war natürlich nach den Koffern zu fragen. Selbstverständlich waren sie nicht angekommen, schließlich haben wir ja mittlerweile gelernt, dass man einer Airline niemals vertrauen sollte.

Das Hostel selbst war wunderschön. Es war ein riesiges, altes Haus mit sehr großen Aufenthaltsräumen und schöner Einrichtung. Doch wir blieben nicht lange dort, obwohl ich schon sehr müde war. Wir gingen noch zu einem Eisenbahnmuseum ganz in der Nähe. Dort bestaunten wir die riesigen, dort ausgestellten Lokomotiven. Überall waren ältere Herren, die einem alles über die Züge erzählten und die Atmosphäre war sehr nett.

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Als das Museum schloss gingen wir in die Altstadt, die aussah wie in einem alten Western Film. Die Straßen waren gesäumt von Holzhäusern und es gab viele kleine Läden und Cafés, die sehr an die typischen Saloons erinnerten. In einem Giftshop kauften wir noch ein paar Tops und T-Shirts für mich und meinen Vater und in einem ganz kleinen Kiosk aßen wir ein Eis.

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Auf dem Weg kamen wir noch an einem Macy’s vorbei, einem Laden ähnlich wie Karstadt, und kauften dort Schwimmsachen und Schuhe. Schließlich bezahlt ja eh alles die Airline…

Endlich wieder im Hostel kochten wir Nudeln mit Tomaten Soße und fielen todmüde ins Bett. Morgen fahren wir ins Sierra Nevada. Ich glaube die Landschaft wird sehr beeindruckend sein, daher freue ich mich schon sehr.

Ich wünsche euch eine Gute Nacht.

Eure Klara

Freitag, 13.07.2018 – #pechtag

Erinnert ihr euch noch an die beiden Koffer, die erst in London geblieben, dann getrennt und schließlich komplett verloren waren weil United Airlines sich nicht verantworlich genug für sie fühlte? Ich habe euch ja schon davon berichtet, dass sie eigentlich bis gestern in Sacramento angeliefert werden sollten. Endlich gibt es gute Nachrichten! Einer der beiden stand heute mit einem Mal am Flughafen von Sacramento. Doch wir wissen alle: Zu einer guten Nachricht gibt es immer auch eine schlechte. Sie haben es nämlich leider nur geschafft einen Koffer hier her zu kriegen. Der andere ist wieder verloren gegangen. Drei mal dürft ihr raten wessens Koffer immer noch nicht da ist… Richtig. Meiner. Ich würde gerne in schöner formulierten Sätzen schreiben, aber leider bin ich gerade so sauer, dass ich darauf nicht achte. Nach dem Frühstück im Hostel fuhren wir also zum Flughafen in Sacramento und holten den Koffer meiner Eltern ab. Immerhin hatte meine Schwester Mitleid mit mir uns spendierte mir einen Java Chip Frappuccino bei Starbucks.

Wir fuhren wieder eine Weile Auto bevor wir in Nevada City einen Zwischenstopp einlegten. Der kleine Ort war früher eine Goldgräberstadt gewesen und so sah sie auch aus. Ich fühlte mich direkt wieder wie im Western Film. Nur noch der Mustang und der Cowboyhut fehlte.

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Bevor wir weiter fuhren aßen wir noch ein sehr leckeres Eis in einer kleinen Eisdiele neben dem ehemaligen Feuerwehrgebäude.

In Nevada City verbrachten wir nicht so viel Zeit und bald befanden wir uns schon wieder auf dem Highway Richtung Norden. Die Landschaft wurde bergiger und bald hatten wir schon unsere erste Begegnung mit einem wilden Weißkopfseeadler.

Unser nächster Stopp war an einem Fluss im Gebirge. Wir packten unsere Schwimmsachen ein und machten uns auf zu einer Wanderung am Fluss entlang. Wir wanderten auf einem schmalen Pfad flussabwärts bis uns ein Ort besonders gut gefiel. Dort zogen wir uns um und gingen im kühlen Wasser baden.

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Als wir genug hatten gingen wir hinaus, zogen uns erneut um und wanderten zurück zum Auto.

Ab da an sind wir eigentlich nur noch Auto gefahren. Zwischendurch waren wir kurz tanken und einkaufen und gegen 21:00 Uhr waren wir dann in der Ferienwohnung irgendwo in der Wildnis. Zum Abendbrot gab es Eier und Speck und danach tat ich nicht mehr viel. Ich gesaltete mein Britsch Airlines T-Shirt noch ein wenig neu und ging dann auch bald ins Bett.

Morgen geht es dann zum Wandern auf einen Vulkan, hoffentlich hat der nicht meinen Koffer geschluckt… Naja, wahrscheinlich ist der arme Koffer schon längst in Tokyo und bald bekomme ich Postkarten von ihm…

Genug Späße gemacht, ich sage gute Nacht und bis morgen.

Eure Klara

Samstag, 14.07.2018 – Staub und Schnee

Heute morgen ging es sehr chaotisch los: gestern waren wir ja auf dem Weg zur Ferienwohnung noch tanken und hier in der USA bezahlt man direkt an der Zapfsäule mit einer Kreditkarte. Doch leider achtet der Automat selbst nicht darauf, dass die Kreditkarte wieder heraus genommen wird, weswegen mein Vater sie gestern kurzer Hand dort stecken lassen hat. Das haben wir allerdings erst heute morgen mit bekommen. Sofort rief mein Vater bei der Bank an und ließ die Karte sperren, dennoch wollten wir gerne wissen, wo die Karte nun abgeblieben war. Meine Schwester und meine Mutter kamen dann auf die Idee über den Bon, den wir beim Tanken bekommen hatten, die Tankstelle anzurufen und nach zu fragen. Und taddaa: Sie hatten die Karte da. Da sie aber sowieso schon gesperrt war baten wir den Besitzer sie in der Mitte durchzuschneiden und sie anschließend im Müll zu entsorgen.

Nach dem ganzen Stress gab es endlich ein ordentliches Frühstück und anschließend fuhren wir los in Richtung Lassen Vulcanic Nationalpark. Dort wollten wir eine geführte Wanderung durch den Wald machen. Wir brauchten etwa eine Stunde bis wir da waren und parkten schließlich am Besucherzentrum. Dort mussten wir ganz viele Zettel unterschreiben und als wir endlich fertig waren trafen wir uns mit der Truppe am Eingang zum Trail.

Unsere Führerin war eine „Hiking Guide“ Autorin, die auch den Wanderführer für den Nationalpark geschrieben hat. Der Rest der Gruppe waren vor allem Senioren mit Wanderstöcken und einer Vorliebe zum, um es Norddeutsch auszudrücken, Schnacken. Als erstes zeigte uns die Autorin ihre gesamte Ausrüstung in ihrem Rucksack und als sie damit fertig war ging es endlich los zur eigentlichen Wanderung.

Ich kann euch sagen: Es war langweilig. Sehr langweilig… Sie bestand aus zwei „Touren“, eine Hintour und eine Rücktour. Das Ziel hieß „Mill Creek“, ein kleiner Wasserfall am Vulkanhang. Offiziell sollte eine Tour jeweils eine Stunde dauern, da wir aber wie gesagt viele Leute mit dem Bedürfnis zu reden hatten, dauerte allein die Hinwanderung etwa 1,5 Stunden. Der Pfad selbst war sehr hübsch, obwohl es sehr viel rauf und runter ging (in der Wanderfachsprache nennt man das „Rollercoaster Hike“ oder auf Deutsch „Achterbahn Wanderung“).

Endlich am Creek angelangt machten wir erstmal Pause. Mitterlweile war es sehr warm und sonnig geworden und es gab kaum Schattenplätze. Schließlich hatten wir genug vom Gequassel der anderen und meldeten uns kurzer Hand bei der Führerin ab und machten uns eigenständig auf den Rückweg, für welchen wir diesmal nur eine Stunde brauchten.

Völlig erschöpft kamen wir schließlich wieder am Besucherzentrum an. Wir setzten uns in das/die dazugeghörige Café/Kantine und kauften erstmal ordentlich viel Essen und Trinken mit möglichst viel Zucker. Anschließend kaufte ich noch ein Mitbringsel im Giftshop und bald saßen wir schon wieder im Auto.

Wir fuhren nicht direkt nach hause, sondern noch ein wenig weiter in den Nationalpark hinein. Wir suchten nach einem Ort zum Baden, da es hier am Vulkan einige Bergseen gab. Unsere Wahl viel auf den St. Helen See, einem sehr klaren See recht weit oben am Berg. Soweit oben, dass etwa 500 Meter weiter noch Schnee lag.

Ich denke der Rest der Geschichte ist relativ eindeutig. Wir zogen uns um und gingen zum Wasser. Zuvor meinte meine Mutter noch: „Ach, sooo kalt ist das ja gar nicht, also man kann schon drin schwimmen.“ Und wie kalt es war! Man hatte das Gefühl die Beine würden einem abfallen. Dennoch: wir alle vier waren schlussendlich und nach einigem Genörgel von Seiten meiner Mutter vollkommen drinnen gewesen, wenn auch nur für einige Sekunden.

Da uns an dem See bald nicht mehr viel hielt, brachen wir bald wir auf den Rückweg auf. Zuhause passierte nicht mehr viel. Wir aßen Abendbrot und irgendwann war ich so müde, dass ich ins Bett ging.

Ich weiß noch gar nicht genau was wir morgen machen, meine Eltern wollen vermutlich nochmal wandern gehen, aber meine Schwester und ich haben soweit erstmal genug Staub geschluckt, sodass wir da gar nicht so viel Lust drauf haben…

Das werden wir morgen nochmal genauer entscheiden, bis dahin eine Gute Nacht!

Eure Klara

Sonntag, 15.07.2018 – Howdy Cowboy!

Die WM. Was für ein Desaster für uns Deutsche dieses Jahr. Dennoch haben wir heute morgen beim Finale mitgefiebert. Mir persönlich war ja egal, wer am Ende Weltmeister wird, dennoch hätte ich es den Kroaten auch gegönnt. Wir frühstückten in der Halbzeit und fuhren bald nach dem Abpfiff wieder Richtung Lassen Vulcanic Nationalpark. Wir wollten tatsächlich wieder wandern gehen, was meine Schwester und ich nicht gerne hinnahmen. Diesmal sollte es zur „Devil’s Kitchen“ gehen, einem Ort an dem man die Kräfte des Vulkans genauer erkennen kann.

Dort angekommen war das erste, was meine Schwester und ich wahrnahmen, die Pferde. Da war nämlich ein kleines Häuschen mit einigen Pferden in schicker Westernmontur davor. Daran stand: Horse Riding. Sofort liefen wir hin und fragten nach, ob wir dort einen Ausritt machen könnten. Ja, hieß es, um 14:00 Uhr würden sie einen angeleiteten Ausritt zur Devil’s Kitchen machen, man müsse sich nur im Imbiss nebenan anmelden. Also gingen wir rüber zum Imbiss und meldeten uns an.

Unsere Eltern wollten nicht reiten und gingen schlussendlich schon vor um den Weg hoch zu wandern. Da es erst 13:00 Uhr war warteten meine Schwester und ich noch, bis es um 14:15 Uhr dann endlich los ging. Ich saß das erste mal in meinem Leben in einem Westernsattel und die Umstellung war sehr leicht, aber dennoch lustig. (Für alle Nicht-Reiter: Es gibt den sogenannten Englischen Reitstil und dann gibt es den Western Reitstil. Der Unterschied liegt vor allem in der Lenkung des Pferdes und der Ausrüstung. Beim Englischen Reiten hat man die Zügel in beiden Händen, beim Western nur in einer einzigen. So hat man in der Theorie immer noch eine Hand frei um ein Lasso zu schwingen oder Tore auf und zu zu machen. Außerdem ist der Westernsattel schmaler und höher und erinnert mehr an einen richtigen Sitz, während der englische Sattel im Vergleich eher aussieht wie ein Sitzpolster.)

Der Ausritt hat sehr viel Spaß gemacht. Unser Reitführer sah aus wie ein richtig typischer Cowboy mit Hut, Hemd, Weste, Stiefeln und Sporen und er erzählte uns hier und da etwas über die Pferde, den Wald und das Wildleben. Zum Beispiel erzählte er, dass er mit dem Pferd, das ich geritten bin, Johnny, schon an einem Puma vorbei geritten sei und dass das Pferd von meiner Schwester wohl so faul sei, dass es sich vor nichts erschrecken würde.

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Auf halber Strecke kamen uns unsere Eltern entgegen. „Wir haben einen Bären gesehen! Ohne Spaß, wir haben wirklich einen gesehen!“, riefen sie uns direkt entgegen. Er habe sich wohl überhaupt nicht für sie interessiert und sei einfach nur über den Weg gestapft, aber meine Eltern waren wohl sehr erschrocken gewesen.

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Wir verabschiedeten uns bald wieder und ritten das letzte Stück zu einem Schild wo drauf stand, dass man ab hie rnicht weiter reiten dürfe. Wir stiegen ab, gaben die Pferde dem Cowboy und wanderten die letzen Meter hinunter zur Devil’s Kitchen.

Dort unten roch es vor allem nach faulen Eiern und es gab blubbernden Matsch und viele Felsbrocken. Wir schauten uns kurz um und stapften anschließend wieder hinauf zu den Pferden und dem Cowboy. Der Ritt zurück verlief auch ohne Probleme, aber langsam fing ich an mein Hinterteil sehr stark zu spühren, da ich seit einer langen Zeit nicht mehr geritten bin und seit einer noch längeren Zeit saß ich nicht mehr in einem Sattel.

Wir kamen nicht viel später als unsere Eltern wieder am Ausgangspunkt an, stiegen ab, bedankten uns und fuhren wieder los. Es war schon etwa 16:00 Uhr, weswegen wir uns auf den Heimweg machten.

Zuhause angekommen passerite nicht mehr viel. Meine Eltern waren zwischendurch nochmal spazieren und ich ging nach dem Duschen und Packen bald ins Bett, da ich von dem Ausritt überraschender Weise sehr fertig war und schon begann den Muskelkater in meinen Beinen zu spüren. Wen ich wieder in Hamburg bin muss ich unbedingt wieder mehr reiten!

Morgen geht es für uns weiter nach Idaho, doch ich wünsche euch jetzt erstmal eine gute Nacht und bis morgen!

Eure Klara

Montag, 16.07.2018 – Winnemucca

Heute morgen sind wir sehr früh los gefahren. Schon um 07:30 Uhr saßen wir im Auto und fuhren los in Richtung Idaho. Unseren ersten Stop machten wir es gegen 11:00 Uhr in Reno um einmal zu tanken und uns dann vom Auto aus die Stadt anzuschauen.

Reno ist eine Art „Kleines Las Vegas“ mit vielen Spielehallen und Casinos, doch morgens sieht die ganze Stadt eher etwas verkatert und müde aus.

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Es ging für uns also bald schon wieder weiter. AB jetzte saßen wir quasi nur noch im Auto. Die Landschaft verwandelte sich langsam von grün und bergig in eine trockene, heiße Wüste und wir waren wieder einmal mehr froh eine vernünftige Klimaanlage zu haben.

Erst gegen Mittag hielten wir in einem kleinen Ort mitten in der trockenen Unendlichkeit des Nirgendwos. Meine Eltern hatten die gloreiche Idee in einen Western Shop zu gehen um sich für das Rodeo in Idaho vorzubereiten. Wir schauten ein wenig herum und am Ende kaufte sich meine Mutter Cowboystiefel und eine Jeans, mein Vater nahm ein Tuch und eine Hose mit und ich suchte mir eine Jeansjacke und ein Kleid aus.

Als wir fertig mit shoppen waren bekamen wir langsam Hunger und wir endschieden uns bei „Sid’s Restaurant“ einen Burger zu bestellen. Sid’s Restaurant könnte amerikanischer nicht sein. Hier sind einige Bilder:

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Das Essen war schnell aufgegessen, so lecker war es. Ich muss sagen, Winnemucca könnte ab jetzt eine meiner Lieblingsstädte werden. Also wenn ich irgendwann mal genug von der Menschheit und der ganzen Welt habe ziehe ich hier hin!

Vollgefuttert setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren weiter. Auf dem Weg passierten wir ein weiteres Dorf im Nirgendwo – Mc Dermitt – und damit auch die Grenze Kalifornien – Nevada. In Nevada war es nicht viel grüner als vorher als wir das sogenannte „Jordan Valley“ durchquerten.

Bald waren wir auch durch Nevada hindurch und wir überfuhren die Grenze nach Idaho und kurze Zeit später befanden wir uns schon in Homedale, dem kleinen Ort an dem mein Vater früher mal als Austauschenschüler für ein Jahr gewohnt hat. Wir fuhren zu dem kleinen blauen Haus seines Gastvaters. Wir wurden freudig begrüßt und hinein geleitet. Drinnen war es sehr chaotisch aber wir fanden dennoch einen Ort zum Hinsetzen. Wir unterhielten uns sehr lange mit dem Gastvater und dem Gastbruder und erst gegen 21:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Ferienwohnung in Caldwell.

Die Wohnung ist wunderschön und sehr gut und hübsch ausgestattet. Wir haben alle eigene Zimmer mit riesigen Betten und Spiegeln.

Es ist schon wieder sehr spät geworden und ich gehe jetzt schlafen, also eine gute Nacht und bis zum nächsten Tag.

Eure Klara

Dienstag, 17.07.2018 – Häppi Böarsdäi und Wiedervereinigung!!

Heute hatte meine Schwester Geburtstag! Morgens feierten wir mit einem schreckenserregenen Kuchen:

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Daraufhin fuhren wir zum Flughafen. Wisst ihr noch? Der kleine, blaue Koffer der einfach nur nach San Fransisco wollte? Er ist endlich da!!!!!!!!!! Wir haben ihn HEUTE MORGEN abgeholt!!! Ihr wisst gar nicht wie überglücklich ich war! Wir nahmen ihn im Empfang und fuhren direkt weiter nach Boise, der Hauptstadt Idahos. Dort trafen wir uns mit dem Gastvater und – bruder um ein altes Gefägnis zu besuchen.

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Das Ganze war sehr, sehr eindrucksvoll und ein bisschen gruselig, aber auf jeden Fall zu empfehlen.

Nachdem wir fertig waren mit dem Gefängnis sprachen wir uns ab, wie der weitere Verlauf sein sollte. Da es meiner Schwester nicht so gut ging beschlossen wir uns dazu uns aufzuteilen. Wir drei Mädels fuhren nach Downtown Boise um noch einen Giftshop aufzusuchen während die alten Freunde woanders hin fuhren.

Nach dem kleinen Bummel tranken wir noch einen Smoothie und es war schon gegen abend als wir wieder in der Ferienwohnung ankamen. Die anderen waren kurz vor uns angekommen und saßen schon unten auf der Terrasse. Wir kochten Nudeln und hatten einen sehr schönen Abend in der Abendsonne.

Als die beiden Amerikaner wieder nachhause fuhren räumten wir noch auf und gingen schließlich ins Bett.

Morgen treffen wir einen alten Highschool Freund meines Vaters, der an deren alter Schule arbeitet. Dann wollen wir die alten Räume der Schule anschauen und abends geht es noch zur Stampede, ich glaube das wird nochmal sehr spannend.

Bis dahin gute Nacht.

Eure Klara

Mittwoch, 18.07.2018 – Highschool und Stampede

Heute fuhren wir erst gegen 12 Uhr los Richtung Homedale. Der alte Freund meines Vater wohnt zusammen mit seiner Frau und sieben Kindern ganz in der Nähe der Schule in einem sehr hübschen Haus mit Garten. Wir wurden freundlich empfangen und von der Frau zum Mittagessen eingeladen. Es gab überbackene, rote Kartoffeln (die Kartoffeln sind eine Spezialität hier), Hähnchen, Salat und eine große Protion Geschichten aus den guten, alten Zeiten.

Später kam auch eine der älteren Töchter dazu und der Mann zeigte uns seinen Oldtimer in der Garage.

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Mir machten noch ein Gruppenfoto und dann ging es zur Highschool.

Mein Vater freute sich total und zeigte uns seine alten Räume, seinen Spind und das Graduation-Foto im Flur.

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Bald gingen wir wieder zurück zum Haus der Familie, tranken ein Glas Wasser und verabschiedeten uns. Mittlerweile war es schon Nachmittag und wir wollten noch nach Hause, bevor wir zur Stampede in Nampa fuhren.

Gegen 18:00 Uhr fuhren wir wieder los. Dort angekommen wurden wir einmal komplett kontrolliert. Endlich auf dem Gelände entdeckten wir einen automatischen Rodeostier und wir schafften es, meinen Vater zu überreden eine Runde zu versuchen.

Mit Rückenschmerzen von Seiten meines Vater gingen wir nach dem eleganten Sturz hinein in die Rodeohalle, wo wir auch den Gastvater und -bruder trafen.

Vor Beginn des eigentlichen Rodeos gab es die Kinderversion: Kleine Cowboys ritten auf Schafen.

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Das Hauptevent startete mit einem Feuerwerk und der Nationalhymne. Außerdem wurde das Lied „Snake River Stampede“ gespielt.

Der erste Wettbewerb nannte sich Bareback Bronco Riding. Dabei sitzt der Cowboy auf einem Pferd ohne Sattel. Das Pferd trägt einen engen Gurt um den Bauch. Das findet das Pferd sehr unangenehm und buckelt. Die Cowboys müssen sich acht Sekunden auf dem Pferd halten und bekommen dann eine Punktzahl. Ich habe nicht verstanden, wie die Punkte zustande kamen. 86 Punkte war die Höchstpunktzahl bei den Großen, aber bei den Kleinen zuvor gab es sogar 95 Punkte.

Daraufhin folgten verschiedene Kuhfangwettbewerbe mit und ohne Lasso. Dabei wurden Zeiten gestoppt. Wenn sie es schafften, war es cool und sonst nicht.

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Der einzige Frauwettbewerb folgte auf die Kuhfangwettbewerbe. Es war das Barrelrace. Die Reiterinnen ritten im Jagdgalopp hinein und umritten drei Tonnen, wobei sie aufpassten, diese nicht umzustoßen.

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Zum Schluss der Veranstaltung gab es das berüchtigte Bullenreiten.

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Nach dem Rodeo hatte ich Hunger, aber leider gab es keine Donuts am Veranstaltungsort mehr. So fuhren wir spät am Abend zu einem Drive-Thru und aßen einen Taco.

Morgen schlafen wir erst einmal aus. Mal sehen, was wir dann machen. Ich bin sehr müde und gehe jetzt schlafen. Gute Nacht.

Eure Klara

Donnerstag, 19.07.2018 – Winston und Lucy

Heute Morgen haben wir -Überraschung, Überraschung!!- ausgeschlafen. Für 13.30 Uhr hatten wir uns mit dem Gastvater und -bruder beim World Center for Birds of Prey verabredet. Wir fuhren einige Zeit durch die Wüste, dann einen Berg hinauf und kamen an einen Parkplatz. Das World Center for Birds of Prey ist eine Einrichtung für den Schutz der einheimischen Raubvogelarten. Sie kümmern sich um verletzte Tiere, Brut, Nachsucht von Condoren (eine Geierart) und Auswilderung.

Wir meldeten uns für eine Raubvogelschau an und gingen voller Vorfreude zum „theater“. Uns überraschten die geringen Ausmaße des Raums, da wir davon ausgegangen waren, dass es sich bei der Schau um eine Flugschau handelte. Dennoch setzten wir uns hin und die Vorstellung begann mit einem Informationsfilm. Anschließend wurde der erste und wie sich herausstellte auch letzte Raubvogel hineingetragen: Die kleine Eule/der kleine Kauz Winston. Winston hatte eine tragische Geschichte. Er wurde als kleines Eulchen von seinen Eltern verlassen, weil der Baum umgefallen war. Er kam als einziger Überlebender aus seinem Nest in das World Center for Birds of Prey und gewöhnte sich so an die Menschen, dass er mittlerweile der Meinung ist, er wäre einer von ihnen.

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Wie sich herausstellte, war die Vorstellung eher eine Art Q&A mit viel Gerede, Geschichten und wenig Vögeln. Etwas enttäuscht verließen wir den Theaterraum und folgten der Gruppe ins Gebäude auf der anderen Seite des Parkplatzes. Wir erwarteten wieder Großes. Leider wieder ohne Erfolg. Diesmal handelte es sich eher um eine Art Ausstellung zum Thema Falknerei.

Wieder enttäuscht gingen wir zurück zum Hauptgebäude und stellten fest, dass die „Flugshow“ doch stattfand. Sie hatten einen Turkey Vulture (Truthahngeier) namens Lucy auf dem Handschuh.

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Wir guckten uns am Ende noch die Raubvögel in ihren Gehegen an und sahen verschiedene Adler, darunter auch einen Weißkopfseeadler.

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Nach diesem Ausflug fuhren wir zusammen mit dem Gastvater und -bruder nach Downtown Boise. Wir setzten uns in ein Café/Giftshop/Plattenladen, aßen Kuchen und tranken Kaffee. Außerdem kaufte ich mir ein Buch und ein Album.

Den Abend verbrachten wir ruhig zu viert auf der Terrasse.

Ich wünsche euch eine gute Nacht. Bis morgen.

Eure Klara

Freitag, 20.07.2018 – Die Pink Lady des Frosty Palace

Heute Morgen standen wir wieder erst spät auf. Erst am Nachmittag fuhren wir nach Homedale, um den letzten Tag mit dem Gastvater und -bruder zu verbringen.

Wir trafen uns bei ihnen zuhause, machten Fotos und fuhren dann zum lokalen Bowling-„Center“. Dort aßen wir und danach spielten wir eine Party Bowling. Ich bin im letzten Moment leider noch Dritte geworden.

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Eigentlich waren wir nach dem Essen schon sehr satt, aber in dem kleinen Ort gab es einen Imbiss, der schon vor 35 Jahren von meinem Vater und dem Gastbruder besucht wurde: Frosty Palace. Die dortige Spezialität ist die Pink Lady. Das ist eine mörderische Mischung aus Softeis, Seven up und Kirschsirup. Meine Mutter und ich trauten uns das nicht zu und teilten uns stattdessen einen Fresh Banana Milkshake.

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Schließlich war es Zeit, sich zu verabschieden und wir fuhren wieder zur Ferienwohnung.

Jetzt liege ich hier mit gepackten Sachen, da wir morgen weiter nach Oregon fahren werden. Ich wünsche euch eine gute Nacht.

Eure Klara

Samstag, 21.07.2018 – Wüste. Überall Wüste.

Heute Morgen standen wir verhältnismäßig früh auf, um um 9 Uhr das Haus zu verlassen und nach Oregon aufzubrechen.

Der größte Teil der Fahrt bestand aus Wüste. Wüste links, Wüste rechts, Wüste vorne, Wüste hinten. Der erste Ort, in dem wir richtig hielten, hatte zwar einen Namen, aber auch ein Café. Dieses nannte sich Oasis-Cafe und ähnelte einer Bar. Hier machten wir Pipi-Pause und tranken eine Kaffee und einen Haufen Teig, der sich Cinemon-Roll nannte. Dieser schmeckte aber tatsächlich ganz lecker.

Gut gestärkt fuhren wir weiter. Die Landschaft veränderte sich erstmal nicht. Wieder war alles voller Wüste. Wüste links, Wüste rechts, Wüste vorne, Wüste hinten! Erst nach dem dritten Pipi-Stopp wuchsen mit einem Mal Bäumchen aus dem Boden und es tauchten einige Berge vor uns auf.

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Unser nächsten Ziel war der Newbury Volcano. Dort fuhren wir mit einem Bus auf den Cinder Cone und sahen viel Lavagestein. Anschließend fuhren wir noch zum Paulina Lake, doch ich blieb im Auto, weil ich eine Verletzung am Fuß hatte.

Gegen Abend kamen wir schließlich am Motel an. Wir stellten das Auto ab und gingen im Chemult Motel Restaurant essen. Ich teilte mir dort mit meiner Mutter ein 16 Unzen schweres Steak (dürft ihr selbst umrechnen). Wieder zurück im Motel machten wir uns bettfertig und gingen direkt ins Bett. Morgen geht es direkt weiter Richtung Crater Lake und Grants Pass.

Eure Klara

Sonntag, 22.07.2018 – Crater Lake

Morgens gingen wir sehr früh frühstücken und machten uns bald darauf auf den Weg Richtung Westen. Wir waren dadurch schon echt früh am Crater Lake. Der Crater Lake sieht aus wie ein Krater und ist ein See. Das große Loch ist durch einen Vulkanausbruch entstanden. Wir schauten uns das Ganze erst von oben an und wanderten schließlich zur einzigen Badestelle am See.

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Das Wasser war sehr kalt. Dennoch gingen wir alle hinein. Mein Vater sprang sogar von einem Felsen hinein ins Wasser.

Die Luft war sehr rauchig, da es in der Nähe sehr viele Waldbrände gab. Was zunächst für unsere Ohren sehr gruselig klingt, für die Amerikaner aber in diesem Fall aber halb so schlimm erscheint.

Nach dem Baden wanderten wir denselben Weg zurück zum Auto und fuhren anschließend auf der Vulkanrandstraße zum Visitorcenter um etwas zu essen und Postkarten zu kaufen. Später fuhren wir den Roque River entlang nach Grants Pass. Dort war es noch viel rauchiger. Wir übernachten heute und morgen auf einer Farm mit drei Schafen, einem Pferd und mehreren Hühner und morgen wollen wir uns ein Wildtier-Rehabilitationszentrum ansehen.

Ich wünsche euch eine gute Nacht.

Eure Klara

Montag, 23.7.2018 – Diven, Hunde und planschende Teddys

Heute morgen weckte mich die Familie sehr früh und um 11 Uhr fuhren wir los in den Wald Wildlife Images Rehabilitationszentrum. Dort hatten wir eine Führung gebucht. Wir blieben die einzigen, wodurch wir eine Privatexkursion bekamen. Wir sahen viele verschiedene Wildtiere, unter anderem einen freundlichen Dachs, einen Filmstar-Otter und einen planschenden Braunbär. Zum Schluss kamen wir bei den Raubvögeln vorbei, die die interessantesten Geschichten hatte. Ein Falkenmännchen wurde von seiner Freundin verlassen, weil es nicht gut genug fliegen konnte. Sie hat ihn sogar geärgert, indem sie das Essen geklaut hat und weggeflogen ist. Es endete damit, dass die beiden getrennt wurden und dass Männchen nun glücklicher Aufzuchtvater für Falkenbabys ist, was seine Diva-Ex nicht so gerne mag.

Desweiteren gab es zwei Falken, die beide auf einem Auge blind waren und immer so saßen, dass sie einander sehen konnten. Und immer wenn der eine vom anderen genug hatte, drehte sich der eine um, damit er den anderen nicht sehen musste.

Schließlich gab es noch einen Geier, der als Küken von einer Frau gefunden und nach Hause gebracht wurde und dort von Hunden geprägt wurde. Deshalb ist er der Meinung, er müsse bellen und seinen eigenen Schwanz jagen.

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Als wir fertig waren fuhren wir noch an einen Fluss und beobachteten wie Feuerwehrhubschrauber Wasser zum Löschen der nahen Waldbrände holten.

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Wir fuhren schließlich nach Hause, aßen Abendbrot und machten eine Rundfahrt mit einem Golfcart auf der Farm, da mein Fuß immer noch kaputt ist.

Jetzt bin ich sehr müde und gehe gleich ins Bett. Morgen fahren wir weiter an die Küste. Bis dahin eine gute Nacht.

Eure Klara

Dienstag, 24.07.2018 – Pazifische Schwarzbären

Heute morgen fuhren wir relativ früh los Richtung Pazifik. Wir machten den ersten Stopp an einer Stelle im Wald, die uns unsere Vermieterin des letzten Ferienhauses empfohlen hatte, weil es hier eine ganz besondere fleischfressende Pflanze geben sollte. Meine Elltern und meine Schwester stiegen also aus um sie diese anzuschauen, ich blieb allerdings im Auto weil mein Fuß noch immer nicht verheilt ist und ich daher nicht laufen kann.

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Wir machten uns sehr bald wieder auf den Weg zu einem Fluss. Hier wollten wir baden gehen. Mein Vater trug mich Huckepack einen Hang hinunter zum Wasser wo wir uns umzogen und schließlich in das seeehr klare Wasser gingen. Es war zwar kalt aber nicht ganz so schlimm wie die anderen Seen und Flüsse in denen wir zuvor waren. Mein Vater sprang zum Schluss sogar noch von einem etwa 5 Meter hohen Felsen!

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Ich wurde wieder nach oben getragen und wir fuhren weiter in den Redwood Forest. Hier gibt es riesige Bäume und es sieht aus als wäre man in der Zeit zurück gereist und als würde man hier auch einem Tyrannosaurus Rex begegnen können.

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Wir hielten noch an verschiedenen Stellen im Wald, unter anderem dem Visitorcenter, halfen einem Motorradfahrer der den Berg nicht hoch kam und fuhren anschließend an einen Strand am Pazifik. Hier war es sehr nebelig und das Wasser war viel zu kalt um lange darin auszuhalten, daher ging es quasi direkt weiter ins Ferienhaus, welches übrigens sehr nett eingerichtet ist, wo wir Abendbrot aßen.

Als wir gerade am Tisch saßen klopfte es mit einem mal an der Tür. Mein Vater machte auf und sprach kurz mit dem Herren (einem Nachbarn). Mit den Worten „He is really sweet.“ verabschiedete sich der Mann und mein Vater kam etwas beunruhigt wieder. „Heute Nacht geht niemand zum Auto. Der Mann meinte gerade dass hier die letzten zwei Nächte immer ein Bär zu Besuch war.“, erklärte er. Wir machten natürlich Witze und planten schon was wir noch alles aus dem Auto holen müssten, da rief meine Mutter: „Da, da, ohne Spaß, da ist er!“ Und tatsächlich: der „Kleine“ kletterte im Garten gerade einen Baum hoch um an die Früchte daran zu kommen.

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Ich bin nach dem Ereignissen jetzt sehr müde und gehe bald schlafen, ich wünsche euche eine gute Nacht und hoffe, dass ich es ab jetzt schaffe die Beiträge regelmäßiger hochzuladen. Leider kann es sein, dass ihr euch bei den Bildern immer ein bisschen länger gedulden müsst, da es bei dem Programm mit dem ich diesen Blog gestalte immer ein wenig länger dauert mit dem Hochladen und die Blider natürlich auch erstmal von der Kamera runter müssen…

Jetzt eine gute Nacht und bis morgen.

Eure Klara

Mittwoch, 25.07.2018 – Wo sich Fuchs und Reh „Gute Nacht“ sagen

Heute sind wir gegen 11:00 Uhr ins Auto gestiegen. Wir wollten uns heute ein paar Orte in der Umgebung ansehen. Als erstes war Arcata an der Reihe. Eine kleine Stadt in der man die Legalisierung von Marihuana an den Menschen auf dem einzigen und zentralen Platz gut erkennen konnte.

Nachdem wir in der örtlichen Poststelle Briefmarken gekauft hatten schauten wir uns noch kurz ein sehr kleines, dafür aber sehr schönes, Einkaufcenter an und machten uns schließlich wieder auf den Weg. Wir fuhren an den kleinen Hafenort Eureka, der eine sehr hübsche Altstadt mit total verschnörkelten Häusern hat. Das lustigste Haus sah so aus:

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Auf dem Weg aus der Stadt heraus entpuppte sie sich doch als eher unschön mit hässlichen Lagerhäusern und anderen Orten, die man gar nicht gerne besuchen wollte.

Schließlich ging es weiter nach Ferndale, einer Stadt mit einigen hübschen Häusern, anders als Arcata. Wir bekamen langsam Hunger bekommen und setzten uns schließlich in einen Imbiss, der gleichzeitig auch ein Schlachter war, was man an den „Urkunden“ an den Wänden erkannte und der selbstzusammengestellte Sandwiches verkaufte. Es war sehr lecker!

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Nach der Stärkung stiegen wir wieder ins Auto und fuhren zurück ins Ferienhaus. Abends kamen hier noch ein Reh und ein Fuchs vorbei, den Bären haben wir aber nicht nochmal gesehen…

Ich wünsche euch jetzt eine gute Nacht und bis morgen

Eure Klara

Donnerstag, 26.07.2018 – Orick, Green Valley Motel und andere Gruselgeschichten

Heute fing unsere Tagestour mit den sogenannten „Big Trees“ an. Die Big Trees sind einige extrem hohe Bäume im Redwood State Park, die teilweise 1500 bis 2000 Jahre alt waren. Es gab einen kleinen Trail der eine Runde an den Bäumen vorbei machte und dort konnten wir auch auf einige rauf klettern (was eigentlich nicht erlaubt war, wir aber erst später heraus gefunden haben…). Ich konnte immernoch nicht so gut laufen, da mein Fuß noch verletzt ist, aber da der Weg ja nicht so lang war ging es ganz gut.

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Von da aus fuhren wir an die Küste zu einem kleine Canyon. Die „Dirt Road“ dort hin war sehr staubig und wir mussten durch ein riesiges Matschloch fahren, aber es lohnte sich sehr. Der Canyon sah aus wie in der Zeit der Dinosaurier und ein junger Mann meinte, hier hätten sie einige Szenen aus Juressic Parc gedreht.

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Wir hatten langsam Hunger bekommen, daher heilten wir direkt in dem ersten Ort in dem es einen Imbiss gab. Dieser nannte sich Orick. Orick bestand aus einer Straße, einem Holzverschlag der sich „Snack Shack“ nannte und Burger verkaufte, aus einer Grundschule und einem Motel, das gegenüber vom Snack Shack lag.

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Wenn man sich das „Green Valley Motel“ mal so genauer ansah, dann wusste man schon sehr genau, warum man dort nicht übernachten wollte und warum es solche Horrorfilme wie „Psycho“ gibt.

Jedenfalls setzten wir uns also in den „Snack Shack“ mit Blick auf das „Green Valley Motel“ und aßen einen Burger. Meine Schwester hatte einen „Elk Burger“ (Elch Burger) mit Elchfleisch, da es hier in der Gegend wohl viele Elche gab.

Nach der eher minder leckeren Mahlzeit fuhren wir wieder weiter und zwar zum Particks Point, einem Strandmit hohen Felsen und rauer Natur. Ich blieb diesmal im Auto, da es meinem Fuß immer noch nicht so gut ging und ich sehr müde war.

Wieder zuhause angekommen aßen wir Abendbrot und beobachteten noch ein paar Rehe.

Morgen geht es schon wieder weiter zurück nach San Francisco, bedeutet laaange Auto fahren…

Bis dahin eine gute Nacht!

Eure Klara

Freitag, 27.07.2018 – „I don’t f*cking know!“

Heute morgen begrüßten uns vier Rehe im Garten. In der Nacht muss etwas sehr Schweres und Tollpatschiges (hust*Bärchen*hust) einen Ast des Apfelbaumes herunter gerissen haben, was die vier Paarhufer sehr freute.

Wir frühsückten kaum, packten unsere Sachen ins Auto und fuhren los. Unser erster Halt war eine Tankstelle an der Straße, da wir das Auto vom Staub und Dreck der letzteen tage befreien wollten. Leider funktionierte die Waschanlage überhaupt nicht und als sogar der Techniker meinte „I don’t f*ckiing know whether it works or not!“, bekamen wir unser Geld zurück und fuhren zur nächsten Tankstelle, wo wir sogar extra Service bekamen.

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Danach fuhren wir erstmal ein Stück bevor wir in einem kleine Ort namens Fortuna in ein Bistro einkehrten um ordentlich zu frühstücken. Es gab viel zu viel von allem und am Ende stiegen wir kugelrund wieder zurück ins Auto.

Wir fuhren wieder einige Zeit bevor wir bei einem sogenannten „Drive Thru Tree“ wieder Pause machten. Der Drive Thru Tree ist einer der riesigen Bäume wie im State Park, nur wurde dort ein Lock hinein geschnitzt, wodurch man mit dem Auto fahren konnte. Das Ganze war mit unserem Panzer ein wenig komplizierter als erwartet, aber am Ende kamen wir ohne einen Kratzer wieder heraus.

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Bald fuhren wir aber schon wieder auf der Highway Richtung San Francisco. Die Landschaft verwandelte sich langsam wieder in sehr trockenes und karges Gebiet und die Temperatur Anzeige des Autos krabbelte auf bis zu 104°F (40°C) hinauf. Außerdem passierten wir ein riesiges Wildfire.

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Gegen Abend kamen wir in Berkeley an. Unser Ferienhaus ist sehr, sehr schön und liegt weit oben, sodass man eine wunderbare Aussicht haben kann. Leider lag das beste, die Golden Gate Brigde, mal wieder im Nebel, wodurch die Aussicht nur halb so spektakulär war…

Ich bin jetzt sehr müde, daher gehe ich gleich ins Bett. Euch wünsche ich eine gute Nacht.

Eure Klara

Samstag, 28.07.2018 – Chinatown und sag, woher kommen die Bauchschmerzen?

Heute sind wir nach San Francisco gefahren. Wir parkten unser Auto in einem Parkhaus in Chinatown und liefen dann einfach drauf los. Wir kletterten einen Hügel rauf auf dem ein Turm stand und davor war ein kleiner Platz mit einer wunderschönen Aussicht über den Hafen und offiziell auch auf die Brücke, aber mittlerweile glaube ich, dass es diese „Golden Gate Bridge“ gar nicht gibt… Genau an der Stelle wo sie sein sollte hing eine riesige Wolke aus Nebel, obwohl in der gesamten Stadt die Sonne schien!

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Als wir den Hügel wieder herab stiegen stellten wir fest, dass wir in der Lombard Street gelandet waren. Eine Straße, die aus vielen Filmen bekannt ist.

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Doch bevor wir zu den Serpentinen wieder hinauf krackzelten setzten wir uns noch in ein Café, welches uns von Freunden empfohlen wurde. Wir tranken einen Kaffee und nutzten das freie WLAN um die Menschheit mit Bildern zu versorgen. Schließlich mussten wir allerdings doch dem nächsten Berg ins Auge blicken (Man! Davon gibt es viele hier!!) und wir machten uns an den Aufstieg. An der Zick-Zack Straße waren wir allerdings nicht mehr die einzigen. Dort waren so viele Touristen, dass der Straßenverkehr sogar extra dafür geregelt wurde, dass es immer kurze Pausen gab in denen man sich auf die Straße stellen konnte und Fotos machen durfte.

An den Seiten der Straße gab es sehr schmale Treppen, die man hoch gehen konnte, was wir auch taten um nach oben an die Cable Car Linie zu kommen. (Das Cable Car ist eine Art alte Straßenbahn in San Francisco)

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Erst wollten wir mit dem Cable Cara nach unten an den Hafen fahren, wir entschieden uns dann aber doch um und gingen zu Fuß das letzte Stück.

Unten im „Fisherman’s Wharf“ schauten wir uns ein wenig um, gingen noch in ein Mitbringsel Geschäft und entschieden uns gegen den touristischen In’n’Out Burger, auch wenn wir schon etwas Hunger hatten.

Zum Essen entschieden wir uns für ein Keller-Restaurant in Chinatown. Die Bedienung sprach nur gebrochenes Englisch, aber das chinesische Essen schmeckte sehr gut, dennoch bekam ich ein kleines bisschen Bauchschmerzen…

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Als wir fertig waren mit dem Essen machten wir uns auf den Weg zurück zum Auto und anschließend zur Ferienwohnung.

Ich bin sehr müde von dem vielen rauf und runter, aber zum Glück kann ich morgen ausschlafen. Wir wollen uns nämlich morgen nur ein bisschen unsere Umgebung, also Berkeley, anschauen.

Jetzt euch eine gute Nacht.

Eure Klara

Sonntag, 29.07.2018 – Bimmelbahn fahren

Heute morgen haben wir endlich mal richtig ausgeschlafen! Meine Eltern waren schon vorher auf einem Spaziergang und ließen meine Schwester und mich daher in Ruhe schlafen.

Wir fuhren später zu einem botanischen Garten in Berkeley. Dieser war sehr schön angelegt mit vielen verschiedenen Pflanzenarten und auch einigen Tieren.

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Anschließend fuhren wir noch mit einer niedlichen Kinder-Bimmelbahn.

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Da meine Schwester und ich sehr müde wurden trennten wir uns mittags, sodass wir Kinder nach Hause fuhren und uns ausruhten und meine Eltern sich noch mehr anschauten.

Gegen Abend gingen wir noch in der Nähe von der University of California, Berkeley Pizza essen und machten einen Verdauungsspaziergang über den Campus der Universität. Die Uni gehört zu der „Ivy League“, der Liga der ältesten, besten und teuersten Hochschulen der USA. Um hier zu studieren muss man entweder ein kleiner Einstein oder Kind eines arabischen Öl-Scheichs sein. Leider bin ich keines vom beiden…

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Auch heute bin ich wieder recht müde, weswegen ich jetzt gleich ins Bett gehe. Morgen geht es wieder nach San Francisco um Cable Car zu fahren. Bis dahin eine gute Nacht.

Eure Klara

Montag, 30.07.2018 – Glückskekse, Dumplings und Regenbogen Fahnen

Heute sind wir wieder nach San Francisco gefahren, haben im gleichen Parkhaus geparkt wie vorgestern und sind diesmal direkt zur Cable Car Station gelaufen. Wir standen nur etwa 10 Minuten in der Schlange und durften dann einsteigen. Die Minibahn fährt mitten auf der Straße, die dauernd rauf und runter verläuft und das Teil fährt auch nicht gerade langsam. Wir standen auf einem Brett an der Seite und mussten aufpassen, dass wir den Autos, die zu nah an der Linie geparkt hatten, auswichen. Es hat großen Spaß gemacht!

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Wir stiegen in der Nähe von Chinatown aus, wo wir uns für den kleinen Hunger ein paar Glückskekse und Dumplings kauften, letzteres war leider nicht sooo lecker…

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Da wir noch immer die Golden Gate Bridge nicht richtig gesehen hatten fuhren wir nach dem Imbiss an einen Steg am Fuß der Brücke. Dort war es total kalt und windig, aber dennoch sahen wir die kleine Diva von Brücke nicht vollständig. Sie versteckte sich noch immer hinter einer Wolkenwand als würde sie gar nicht gesehen werden wollen. Wir machten trotzdem Fotos und auch ein Polaroidbild für meine Sammmlung und fuhren als uns die Füße abzufrieren drohten wieder los.

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Wir machten bevor wir nach Hause fuhren noch einen kleinen Zwischenstopp im Regenbogen-Viertel San Franciscos. Hier hingen überall Regenbogen Fahnen und sogar die Zebrastreifen waren regenbogenfarben.

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Schließlich fuhren wir wieder nach Hause, aßen Abendbrot und gingen ins Bett.

Morgen geht es abends wieder nach New York zurück wo wir meinen Geburtstag feiern werden. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Nacht.

Eure Klara

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