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Das Leben in Indien

Von Riali Shekarpuri (5c)

Mumbai:: Als ich in Mumbai ankam, war es super heiß. Es herrschten fast über 35 Grad!  Mein Onkel und mein Cousin haben uns vom Flughafen Mumbai abgeholt. Die Fahrt hat fast eine Stunde für 10 Km in Anspruch genommen. Ich habe mich riesig über die Ankunft bei meiner Oma gefreut. Lange war es her, dass ich sie gesehen hatte. Meine Tante war ebenfalls vor Ort um uns zu begrüßen. Wir saßen bis spät in die Nacht zusammen und haben geredet. Auch nachts herrschten noch über 25 Grad. Doch zum Glück war die  Wohnung klimatisiert und ich konnte endlich gut einschlafen.

Am nächsten Tag waren wir schon früh auf den Beinen. „Diwali“ stand vor der Tür und ich war aufgeregt, das „ Diwali-Fest“ vorzubereiten. „Diwali“ bedeutet Lichterfest. Hindus auf der ganzen Welt feiern diesen Tag mit viel Licht, Feuerwerk und heiligen Gebeten. Die Kinder freuen sich auf Geschenke und leckere Süßigkeiten.

Bei den Vorbereitungen malt man „Rangoly“ (Farbmalerei) vor der Haustür und schmückt den Eingang mit „Diyas“ (Lichter).

Mein Vater ist gleich am ersten Tag mit mir losgegangen um Farben für Rangoly zu kaufen. Die Läden waren rappelvoll und jeder war in der Stimmung „Diwali“ vorzubereiten. Traditionell kaufen die Inder viel Goldschmuck zum Diwalifest. Wir haben uns neue Kleidung gekauft, mein Bruder hat Feuerwerk bekommen.

Die Straßen waren hoffnungslos überlastet. Jeder hat sich eine Nische gesucht um irgendwie voranzukommen. Man braucht gute 40 Minuten für 2-3 Kilometer. Es gibt keine Stoßzeiten. Es ist IMMER Stoßzeit!!!! Auch in der Nacht. Man sagt, dass Mumbai nie schläft.

Wir haben die meiste Zeit eine „Riksha“ genommen. Eine Riksha ist ein Gefährt mit drei Rädern und für kurze Strecken auf Mumbais Straßen sehr gut geeignet. Eine Fahrt kostet ca. 50 Cent! Es hat immer viel Spaß gemacht mit der Riksha unterwegs zu sein.

Am darauffolgenden Tag sind wir mit der Familie zum heiligen Ort „ Shirdi“ gefahren. Wie überall war auch hier alles überfüllt. Menschen standen in langen Schlangen an, um den heiligen Tempel kurz betreten zu können. Ich habe gemerkt, dass die Inder sehr gläubige Menschen sind.

Auf der Rückfahrt hatten wir eine Reifenpanne. Wir sind fast 300 Kilometer mit dem Ersatzreifen gefahren. Die Fahrt dauerte fast 15 (!!!!!!) Stunden.

Wieder in Mumbai angekommen, haben wir uns wieder dem Diwalifest gewidmet. Mein Bruder und ich haben Rangoly vor die Haustür gemalt und sind einkaufen gegangen. Man hat überfall nur fröhliche Gesichter gesehen. Die Menschen arbeiten sehr hart und verdienen sehr wenig, sind aber trotzdem sehr glücklich. Dies zeigen sie in Ihrer Freundlichkeit gegenüber Fremden und Einheimischen.

Meine Eltern und ich haben uns  Streetfood „Pani Puri, Vadapau“ und andere leckere Sachen wie Süßigkeiten gegönnt. Für mich und meinen Bruder war das Essen sehr scharf. Wir haben entweder zu Hause oder im Restaurant gegessen.

Endlich war „Diwali“ da. Wir haben abends gebetet und wir sehr viele Geschenke bekommen. Es war ein wortwörtlich ein Fest der Lichter. Überall war wunderschön dekoriert und die Stimmung war sehr gut.

Die Tage darauf haben wir unsere Familie besucht und Diwali-Glückwünsche überbracht.

Nach Diwali haben wir zwei Bollywood Filme im Kino angeschaut und vieles unternommen.

Mittlerweile hatten wir uns an den Lärm und die Überfüllung gewöhnt. Ich fühlte mich als Inderin und hatte vorsichtig angefangen auch das Streetfood zu probieren.

Die Zeit verging viel zu schnell. Es war ein wunderbares Erlebnis, Indien mit seinen vielen verschiedenen Facetten zu erleben.

„Namaste“ und Danke fürs Lesen.

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